Bezirk drängt auf eine Wiederinbetriebnahme der Pankower Schwimmhalle

Pankow. Die Bezirkspolitik macht einen erneuten Vorstoß, um endlich eine Entwicklung auf dem Grundstück der ehemaligen Schwimmhalle an der Wolfshagener Straße zu erreichen.

Die Halle war 2001 zunächst geschlossen und 2002 dem Landesliegenschaftsfonds übergeben worden. Seit Jahren sucht dieser nach neuen Nutzern. Bisher erfolglos. Nun möchte die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) die Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung und Umwelt und für Bildung, Jugend und Wissenschaft mit ins Boot holen. Gemeinsam soll eine Perspektive für das Grundstück entwickelt werden. Die BVV beschloss, dass das Bezirksamt Gespräche mit dem Senat führen soll.Die BVV hatte sich bereits mehrfach dafür eingesetzt, dass auf dem Grundstück der ehemaligen Schwimmhalle endlich etwas passiert. Der Liegenschaftsfonds setzt aber weiter auf eine mögliche Vermarktung. Inzwischen gibt es neue Argumente für eine Reaktivierung der Schwimmhalle. Pankow gilt als Zuzugsbezirk. Dementsprechend muss die Infrastruktur weiter ausgebaut werden. Das forderte das Bezirksamt auch in seiner Stellungnahme zum Stadtentwicklungsplan Wohnen des Senats.

Als Bezirksamt und BVV kürzlich die Bürgerbeteiligung zur Investitionsplanung des Bezirk Pankow 2013-2017 durchführten, spielte die Versorgungslücke mit Schwimmbädern im Bezirk eine herausragende Rolle. "Aus Sicht des Bezirks ist deshalb die Wiederinbetriebnahme der Schwimmhalle an der Wolfshagener Straße unverzichtbar, um mindestens eine Grundversorgung zu garantieren", erklärt der Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Bürgerdienste und Wohnen in seiner Stellungnahme.

Die BVV schlägt nun in ihrem jüngsten Beschluss vor, gemeinsam mit den Senatsverwaltungen eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Angedacht ist eine kombinierte Nutzung mit Schwimm- und Sporthalle auf dem Grundstück. Damit könnte auch der Bedarf an Sportflächen der Schulen gedeckt werden. Die Studie sollte mit Verweis auf die Bevölkerungsprognose für Pankow aus Senatsmitteln finanziert werden. In die Untersuchungen sollten sowohl der Förderverein der Schwimmhalle Pankow als auch der Liegenschaftsfonds mit einbezogen werden.


Bernd Wähner / BW
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