Bezirk sucht emsig nach Lösungen für das Schulproblem

Pankow. Statistiker sagen für den Bezirk ein starkes Anwachsen der Zahl an Grundschülern voraus. Deshalb arbeitet das Bezirksamt derzeit intensiv an der Schulentwicklungsplanung für die kommenden Jahre.

Zu diesem Zweck wurde laut Schulstadträtin Lioba Zürn-Kasztantowicz (SPD) eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe gebildet. Dieser gehören Mitarbeiter des Jugend-, Schul- und Stadtentwicklungsamtes an. "So werden nicht nur die Kinder berücksichtigt, die bereits in Pankow leben", erklärt die Stadträtin. "Aus dem Bereich Stadtentwicklung erhalten wir auch Informationen, wo demnächst noch gebaut wird und mit vielen neuen Kindern zu rechnen ist." Die Arbeitsgruppe hat inzwischen alle 16 Bezirksregionen unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: In 14 wird es in den kommenden Jahren einen enormen Zuwachs geben. Zu den Spitzenreitern zählen Pankow Zentrum und Pankow-Süd, Prenzlauer Berg-Südwest und Weißensee.Das Dilemma ist allerdings, dass der Bezirk zwar viele neue Klassenräume braucht, aber kaum Grundstücke hat, auf denen er neue Schulen bauen könnte. Etwas Entspannung könnte es zumindest in Alt-Pankow geben, wenn auf dem ehemaligen Güterbahnhof tatsächlich ein neues Schulhaus entsteht. Auch hinter dem Atelierhaus an der Prenzlauer Promenade gebe es ein Grundstück in Landeseigentum, das für eine Schule geeignet wäre. Der Bezirk besitzt außerdem noch zwei leer stehende Schulgebäude an der Karower Chaussee und an der Falkenberger Straße. Beide liegen aber außerhalb der Wachstumsregionen, sodass sie eher für Oberschüler geeignet sind.

Nach der Analyse ist die Arbeitsgruppe nun dabei, einen Maßnahmenkatalog zu erarbeiten. Bei deren Umsetzung hofft die Stadträtin auf Unterstützung aus dem Senat. Viele Jahre, so die Stadträtin, wurde der Ruf aus Pankow nach mehr Investitionen im Grundschulbereich nicht ernst genommen. Nun schenkt man im Senat dem Thema endlich die nötige Aufmerksamkeit. Klar ist schon jetzt: Es werden nicht in großem Stil Grundschulen gebaut. Deshalb soll zunächst ein kurzfristig umsetzbares Programm erarbeitet werden. Die Stadträtin geht davon aus, dass man sich auch mit mobilen Klassenräumen behelfen muss.


Bernd Wähner / BW
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