Bezirk will Flut an Kleidercontainern auf Straßen eindämmen

Pankow. Im Bezirk soll es künftig 20 Genehmigungen für Standorte von Altkleidercontainern geben. Diese sollen ausgeschrieben und vorrangig an gemeinnützige Organisationen vergeben werden.

Dass Altkleidersammlung sinnvoll ist, daran zweifelt kaum jemand. Wenn gemeinnützige Organisationen Sachen an Bedürftige weitergeben, dann ist das eine gute Sache. Manche Firmen machen aus dem Sammeln alter Kleidung allerdings auch ein Geschäft. Der Weltmarktpreis für Alttextilien steigt stetig. Deshalb wächst auch die Zahl von Unternehmen, die Altkleidercontainer aufstellen. Viele dieser Container stehen allerdings auf öffentlichem Straßenland, und zwar ohne die dafür erforderliche Genehmigung vom Bezirksamt. Nur für vier Standorte in ganz Pankow gibt es derzeit eine Genehmigung. Die tatsächliche Anzahl der Sammelbehälter übersteigt diese Zahl allerdings um ein Vielfaches. Wegen der wahren Containerflut, die es in manchen Straßen gibt, beschweren sich immer wieder Bürger beim Ordnungsamt. Auch an die Verordneten wurde das Thema mehrfach herangetragen. Darum befasste sich die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) kürzlich intensiv damit. "Grundsätzlich ist die Altkleidersammlung eine gute Sache", sagt Ronald Rüdiger, Geschäftsführer der SPD-Fraktion. "Aber Gemeinnützigkeit sollte dabei im Vordergrund stehen."

Verfahren neu regeln

Deshalb fasste die BVV den Beschluss, dass das Bezirksamt das Verfahren zur Aufstellung von Sammelbehältern neu regeln soll. Vorgesehen ist, in Pankow insgesamt 20 Genehmigungen für die Aufstellung von Altkleidercontainern zu erteilen. Damit Bürger wissen, welche Container legal sind und wo sie sich befinden, sollen die Standorte im Internet veröffentlicht werden.

Wie der Stadtrat für öffentliche Ordnung, Torsten Kühne (CDU), berichtet, wird derzeit die Ausschreibung im Ordnungsamt vorbereitet. Gemeinsam mit der Straßenverkehrsbehörde werden außerdem die infrage kommenden Standorte hinsichtlich ihrer Eignung überprüft. Wenn alles wie geplant läuft, sollen die Standorte bereits Ende Februar ausgeschrieben und vergeben sein.


Bernd Wähner / BW
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