Bezirkspolitiker wollen weniger Fluglärm in Pankow

Pankow. Das Bezirksamt solle sich bei den zuständigen Stellen dafür einsetzen, dass Flüge vom Flughafen Tegel zum Flughafen Berlin-Schönefeld verlagert werden. Diesen Antrag stellte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen auf der jüngsten Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV).

Die Verzögerung der Inbetriebnahme des neuen Flughafens BER führt dazu, dass einige Fluggesellschaften mit ihren Starts und Landungen vom alten Flughafen Schönefeld nach Tegel gewechselt sind. Der Flughafen Tegel wird damit immer mehr belastet und teilweise schon überbelastet, so die Bündnisgrünen. Unter dem Flughafendebakel leiden vor allem die Bürger der nördlichen Stadtteile, erklärt die Fraktionsvorsitzende Daniela Billig. Das trifft insbesondere auch auf die Pankower zu. "In ihrem Interesse müssen die Starts und Landungen reduziert und Flüge von Tegel nach Schönefeld verlagert werden."Außerdem müsse das Nachtflugverbot für Tegel, das von 23 bis 6 Uhr gilt, konsequenter eingehalten werden, heißt es in der Begründung des Antrags. Nur in Notfällen sollten nachts Starts und Landungen in Tegel genehmigt werden. "Die Nachtruhe und die Gesundheit der Bürger Pankows müssen Vorrang haben vor den wirtschaftlichen Interessen Dritter", so Daniela Billig.

Dieses Anliegen unterstützt auch die CDU-Fraktion in der BVV. Sie fordert in einem ergänzenden Änderungsantrag, dass mit der Verlagerung von Starts und Landungen zum alten Flughafen Schönefeld die Flugkapazität in dieser Region bereits sukzessive erhöht werden sollte. Damit würde die Attraktivität Schönefelds als künftiges Drehkreuz für Flugreisende allmählich verbessert werden. Für Ausnahmen vom Nachtflugverbot in Tegel sollte es außerdem eine sehr restriktive Genehmigungspraxis geben, so die CDU-Fraktion. Damit würde auch die Attraktivität von Schönefeld erhöht werden, wo derzeit auch nach 23 Uhr Starts und Landungen möglich sind.

Die Bezirksverordneten beschlossen, die beiden Anträge im Ausschuss für Eingaben und Beschwerde zu beraten und dann zügig eine Beschlussempfehlung für die BVV vorzulegen.


Bernd Wähner / BW
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