Denkmale sollen einen Graffitischutz erhalten

Buch. Das sowjetische Ehrenmal an der Wiltbergstraße soll einen Graffitischutz erhalten. Diesen Beschluss fasste die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) auf Antrag der SPD-Fraktion.

Wie zahlreiche andere Denkmäler im Bezirk war es in der Vergangenheit mehrfach durch Graffiti und Schmierereien verunstaltet worden (wir berichteten). Neben dem sowjetischen Ehrenmal soll auch für andere Denkmäler in der Zuständigkeit des Bezirkes geprüft werden, inwieweit dort ein Graffitischutz sinnvoll ist. Dabei handelt es sich um eine permanente Oberflächenbeschichtung. Im Falle einer Verunreinigung ermöglicht sie eine einfache und schnelle Entfernung der Farbe.Zuletzt war das sowjetische Ehrenmal am 8. Mai geschändet worden. An diesem Tag musste eine anlässlich des Tages der Befreiung stattfindende Gedenkveranstaltung vor einem verhüllten Denkmal durchgeführt werden. Die Schmierereien ließen sich nicht kurzfristig entfernen. So etwas sollte, so die Bezirksverordneten, nicht noch einmal passieren.

"Die Entfernung von Graffiti auf Denkmälern ohne entsprechenden Schutz ist langwierig und kostspielig. Nicht hinnehmbar sind solche Vorkommnisse, wenn es sich bei den Schmierereien, wie jüngst im Falle des sowjetischen Ehrenmals, um neofaschistische handelt", erklärt Ronald Rüdiger, Sprecher für öffentliche Ordnung der SPD-Fraktion. "Gerade in solchen Fällen ist eine kurzfristige Beseitigung derartiger Schmierereien ein Gebot des politischen Anstands."


Bernd Wähner / BW
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