Der Botanische Volkspark ist auch im Bezirk Pankow noch wenig bekannt

Pankow. Der Bezirk verfügt über vielfältige Attraktionen. Doch es gibt auch Potenziale, die mehr oder weniger brachliegen. Das ist das Fazit des jüngsten Touristik-Stammtisches mit Bürgermeister Matthias Köhne (SPD).

Der Botanischen Volkspark Pankow an der Blankenfelder Chaussee selbst ist dafür ein beredtes Beispiel. Verkehrstechnisch schlecht erschlossen und ausgeschildert, ist die über 100 Jahre alte Anlage sogar manchen Pankowern kaum bekannt. Doch das ändert sich langsam, seitdem die Grün Berlin GmbH 2011 die Anlage im Auftrag des Bezirks übernommen hat, behutsam entwickelt und mit Erholungs-, Bildungs- und Gesundheitsangeboten erschließt. Dafür wird inzwischen mit Faltblättern und im Internet (www.gruen-berlin.de/parks-gaerten/bvp) sowie an Infoständen beispielsweise auf der ITB oder der Grünen Woche geworben.Der 34 Hektar große Volkspark bietet denkmalgeschützte Bau- und Gartenkunst sowie naturbelassene Wälder und Wiesen. Drei Schaugewächshäuser aus den 20er-Jahren beherbergen botanische Raritäten aus tropischen und subtropischen Gebieten. Im Kleinen Arboretum befinden sich seltene Baumarten aus Osteuropa und Asien. An der fast 120 Jahre alten Geologischen Wand werden die obersten Schichten der Erdkruste Mitteleuropas und 123 Gesteinsarten aus Deutschland veranschaulicht. Im Wildgehege können prächtige Damhirsche beobachtet werden. Ein Imker vermittelt auch Grundkenntnisse der Imkerei. Im kleinen Gewächshaus-Cafè finden inzwischen sogar Familienfeiern statt. Auch Tagungsräume sind angedacht.

2017 findet in den Gärten der Welt in Marzahn die Internationale Gartenausstellung (IGA) statt. Pankows Bürgermeister erhofft sich auch einen Innovationsschub für den Botanischen Volkspark. Dieser könne ein Filialstandort der IGA werden, so Köhne. Er gibt sich auch hinsichtlich der Verkehrsprobleme optimistisch und rechnet bis 2020 mit einer Wiederbelebung des Haltepunktes Blankenfelde der Heidekrautbahn. "Wenn dann im Rahmen der geplanten Wohnbebauung am Rosenthaler Weg und der Verlängerung der Straßenbahn über die Elisabethaue nach Niederschönhausen eine Haltestelle Botanischer Volkspark entsteht, hätten wir hier ein Topadresse", so Köhne.


Michael Kahle / m.k.
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