Die Bündnisgrünen wagen einen neuen Vorstoß in Sachen Ratskeller

Pankow. In der Bezirksverordnetenversammlung gibt es erneut Bestrebungen, den Pankower Ratskeller wieder öffentlich zu nutzen.

"Das Bezirksamt wird ersucht, gemeinsam mit interessierten Pankower Bürgern und Vereinen ein Konzept zu entwickeln, wie die Räume des ehemaligen Ratskellers im Rathaus Pankow allen Pankowern wieder zugänglich gemacht werden können", heißt es in einem Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Weil eine gastronomische Nutzung nicht möglich sei, sollten die Räume für Veranstaltungen und Feiern sowohl von Vereinen und Privatpersonen genutzt werden können, heißt es im Antrag weiter. Zurzeit lagern in den Räumen Wahlunterlagen. Dieses Archiv sollte, so die Bündnisgrünen, verlagert werden.

Die 550 Quadratmeter Ratskeller sind seit Ende der 90er-Jahre nicht mehr öffentlich zugänglich. Seitdem bemühte sich das Bezirksamt um eine gastronomische Reaktivierung des 1907 eröffneten Ratskellers. Es gelang aber nicht, einen Wirt mit einem überzeugenden Konzept zu finden. Mit 36 Gastronomen führte das Bezirksamt bis 2005 Gespräche. Keiner von ihnen sah eine Chance, den Ratskeller wirtschaftlich zu betreiben.

Danach fasste die BVV den Beschluss, dass die Räume kommunal genutzt werden sollten. Das Bezirksamt erhielt den Auftrag, ein Konzept als "Museumsdepot und Ausstellungsort" zu erarbeiten. Dieses wurde zwar erarbeitet, aber die Umsetzung bedurfte erheblicher Umbauarbeiten mit hohen Kosten. Dafür standen keine Mittel zur Verfügung. Die Idee verschwand in der Schublade.

Damit die Räume zumindest zeitweise sinnvoll genutzt werden, schlug der Verein "Für Pankow" 2009 eine Zwischennutzung vor. In einem Teil des Ratskellers solle eine Ausstellung zur Geschichte des Bürgerparks gezeigt werden. Wegen Sicherheits- und logistischer Bedenken lehnte das Bezirksamt ab.

Seitdem herrscht Funkstille in Sachen Pankower Ratskeller. Zwar gab es immer wieder Nachfragen von Verordneten und Bürgern, aber erst der Antrag der Grünen rückt den Ratskeller wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit. Nun wird sich der Ausschuss für Finanzen, Personal und Immobilien mit ihm befassen.


Bernd Wähner / BW
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.