Die BVG will mehr Service für Sehbehinderte

Pankow. Die BVG will ihren Service für Menschen mit Behinderung verbessern. Aus diesem Grund testet sie jetzt "Sprechende Haltestellen".

Mit solchen Haltestellen will die BVG vor allem blinden und sehschwachen Menschen ein neues Serviceangebot machen. Sehende können inzwischen auf den Display-Anzeigen von Haltestellen erfahren, wie lange es noch bis zur Abfahrt des nächsten Busses oder der nächsten Straßenbahn dauert. Wer diese Anzeige nicht erkennen kann, soll sie nun auf Knopfdruck vorgelesen bekommen. Die "Sprechenden Haltestellen" werden in den nächsten drei Monaten zunächst getestet. Im Bezirk Pankow findet der Test an zwei Stationen statt. Eine Station ist die Bus- und Straßenbahnhaltestelle "Rathaus Pankow" in Richtung Pastor-Niemöller-Platz. Zweite Teststation ist die Straßenbahnhaltestelle "Berliner Allee/ Indira-Gandhi-Straße" in Richtung Hohenschönhausen. Um den neuen Service nutzen zu können, müssen sich sehbehinderte Menschen an die große Haltestellen-Leuchtsäule begeben. Auf der dem Gleis zugewandten Seite befindet sich in etwa einem Meter Höhe eine Informationstaste. Wer auf diese Taste drückt, dem wird die aktuelle Information auf dem digitalen Anzeigesystem vorgelesen. Die Ansagefunktion kann aber auch durch einen RFID-Chip sowie durch Bluetooth ausgelöst werden. Entsprechende Karten und Informationen erhalten Sehbehinderte bei der BVG über den E-Mail-Kontakt vorlesen@bvg.de.

Getestet werden an den Haltestellen Techniken unterschiedlicher Hersteller. Nach der Testphase von drei Monaten will die BVG entscheiden, welche Technik künftig im Interesse der Sehbehinderten zum Einsatz kommen soll.


Bernd Wähner / BW
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