Die Diskussion über die Zukunft des Güterbahnhofs Pankow geht weiter

Pankow. Was kann und was darf auf dem Gelände des Güterbahnhofs Pankow entstehen? Diese Frage wird seit Herbst in einem umfangreichen Werkstattverfahren geklärt.

In diesem geht es um Perspektiven für den vor 16 Jahren stillgelegten Rangier- und Güterbahnhof Pankow. Vor drei Jahre kaufte der Unternehmer Kurt Krieger die Fläche. Wenig später präsentierte er seine Vision vom neuen Stadtquartier "Pankower Tor". Dort sollen Wohnungen, Gewerbeflächen und ein Stadtplatz entstehen. In Höhe Autobahnzubringer soll ein Möbel-Höffner-Markt gebaut werden. Des Weiteren ist ein Einkaufszentrum geplant. In Pankow war man von diesen Ideen angetan. Allerdings wurde ein schlüssiges Verkehrskonzept gefordert.Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung stellte sich indes lange Zeit quer, vor allem weil sie Einwende gegen das geplante Einkaufszentrum hat. Um eine Lösung zu finden, gab es immer wieder Gespräche zwischen Investor, Senat und Bezirk. Diese mündeten schließlich in einem Werkstattverfahren. In das sollten Vertreter aller drei Seiten, aber auch Fachleute und Anlieger mit einbezogen werden. Eigentlich sollte dieses Verfahren, so das ehrgeizige Ziel, bereits im Dezember abgeschlossen sein.

Es zeigt sich aber, dass nicht nur die Positionen der Beteiligten zu einzelnen Themen unterschiedlich sind. Um fundierte Absprachen treffen zu können, muss es noch unabhängige Einzelhandels- und Verkehrsgutachten geben. "Das Einzelhandelsgutachten haben wir jetzt vergeben", erklärt Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen). Die Ausschreibung des Verkehrsgutachtens wird derzeit vorbereitet. Am 23. Mai wird es eine Bürgerversammlung zu dem vorläufigen Ergebnis des Werkstattverfahrens geben. Im Juni gehen die am Verfahren Beteiligten dann in Klausur. "Zum Abschluss ist im September eine Standortkonferenz geplant", so der Stadtrat. Erst danach beginnen Verhandlungen mit dem Investor über einen städtebaulichen Vertrag. Dem folgen eine Bauleitplanung und Bebauungspläne für einzelne Flächen. Bis mit dem eigentlichen Bauen begonnen werden kann, wird wohl noch ein Weilchen dauern.


Bernd Wähner / BW
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