Die Hoffnungskirche wurde vor 100 Jahren eröffnet

Die Hoffnungskirche an der Elsa-Brändström-Straße feiert 100. Geburtstag. (Foto: Hoffnungskirchengemeinde)

Pankow. Mit einem bunten Programm feiert die Hoffnungskirchengemeinde den 100. Geburtstag ihres Gotteshauses. Nach fast zweijähriger Bauzeit war die Kirche an der Elsa-Brändström-Straße am 12. September 1913 eingeweiht worden.

Das Kirchengebäude entstand nach Entwürfen des Berliner Architekten Walter Koeppen im Jugendstil. Die künstlerische Ausgestaltung wurde dem Maler Franz Markau und dem Bildhauer Hans Schmidt übertragen. Die Orgel baute die bekannte Firma W. Sauer. In der Anfangszeit stand die Kirche noch inmitten von Wiesen und Feldern. Sie sollte das Zentrum eines neuen Gemeindegebietes werden. Das südliche Pankow war seinerzeit noch weitgehend unbebaut. Es waren aber schon Siedlungen geplant.Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges sorgte dafür, dass mit dem Bauen zunächst doch nicht begonnen wurde. Erst später entstanden mehr und mehr Wohnhäuser im unmittelbaren Einzugsbereich der Kirche. Zwischen 1933 und 1945 war die Pankower Gemeinde in den Kirchenkampf verstrickt. Alle Pfarrer und mehr als 2000 Gemeindeglieder waren Mitglieder der "Bekennenden Kirche", die sich gegen die nationalistische Gruppierung der "Deutschen Christen" stellte.

Bis 1955 war die Hoffnungskirchengemeinde allerdings keine eigenständige Gemeinde. Gemeinsam mit der Alt-Pankower Gemeinde und dem Lutherhaus bildete sie eine große Pankower Gemeinde. Die Hoffnungskirche selbst veränderte mehrmals ihr Erscheinungsbild. In den 60er-Jahren wurden alle Jugendstil-Elemente und Malereien radikal entfernt. Der Innenraum wurde dem Zeitgeschmack angepasst. In den 70er-Jahren gab es dann Schäden im Gottesdienstraum, sodass er zeitweise nicht benutzt werden konnte. Erst in den 80er-Jahren konnten die Schäden unter großen Anstrengungen beseitigt und der ursprüngliche Zustand mit der künstlerischen Ausgestaltung wiederhergestellt werden.

Der 100. Geburtstag der Kirche wird von der Gemeinde vom 1. bis 22. September mit Festwochen begangen. Die Gemeindemitglieder organisieren ein Programm mit Konzerten, Vorträgen und anderen Veranstaltungen. Eröffnet werden die Festwochen am 1. September um 14 Uhr mit einem Festgottesdienst mit Bischof Markus Dröge. Anschließend findet ein Gemeindefest statt, und es wird eine Ausstellung zur Geschichte der Kirche eröffnet. Außerdem gibt eine Gruppe Ehrenamtlicher eine Gemeindechronik heraus. Pfarrer Ulrich Kappes stellt des Weiteren eine Festschrift zur Kunst des Jugendstils am Beispiel der Hoffnungskirche vor.

Das umfangreiche Programm der Festwochen findet sich im Internet auf www.hoffnungskirche-pankow.de.

Bernd Wähner / BW
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