Gesobau prüft in Pankow Grundstücke und will 900 Wohnungen bis 2017 bauen

Niederschönhausen. Die Mieter des Garagenkomplexes Blankenburger Straße 28-34 sind verunsichert. Kürzlich teilte ihnen die Gesobau mit, dass sie noch 2013 die Kündigung erhalten werden.

Der Garagenkomplex war mit Errichtung der Wohnungen in den 60er-Jahren als Bestandteil der Wohnanlage errichtet und von der damaligen Kommunalen Wohnungsverwaltung an Mieter vergeben worden. Erst 2005 waren die Dächer der Mietergaragen vom Nachfolger Gesobau saniert worden. Doch nun sollen die Garagen einer Wohnbebauung weichen. "Wir fühlen uns ungenügend informiert und nicht einbezogen", klagen Gerhard Ruehle und Harald Sippach stellvertretend für die Mieter. Zudem befürchten sie aufgrund bekanntermaßen langer Bauplanungsphasen eine Vermüllung des Standortes. Auch Bürgermeister Matthias Köhne (SPD) zeigt sich wenig informiert. Im Stadtplanungsamt seien zwar erste Gespräche für eine mögliche Bebauung geführt worden, räumte er gegenüber den Mietern ein, doch gebe es bislang weder einen Bauantrag noch einen Bebauungsplan für den bestehenden Garagenstandort. Wie alle städtischen Wohnungsunternehmen ist auch die Gesobau laut Senatsbeschluss angehalten, alle verfügbaren Flächen für die Wohnraumbebauung zu prüfen und einzubeziehen. Denn allein in dieser Legislaturperiode sollen 30 000 neue städtische Wohnungen in Berlin geschaffen werden.

Gesobau-Sprecherin Kirsten Huthmann teilte der Berliner Woche mit, dass die Kündigung der Garagen in den nächsten Monaten erfolgen und voraussichtlich Ende des Jahres in Kraft treten werde. "Für die konkrete Planung werden nun zunächst eigene Gesobau-Baugrundstücke bereinigt und für eine Bebauung vorbereitet", so die Sprecherin. "In der Blankenburger Straße 28-34 soll nach aktuellem Planungsstand eine Wohnhausbebauung mit 40 Wohnungen erfolgen. Dies ist Teil eines Maßnahmebündels, mit dem die Gesobau bis 2017 zunächst rund 900 Wohnungen in ganz Pankow errichten will." Auch weitere geeignete Grundstücke werden laufend geprüft und in die Investitionsplanung aufgenommen. Die Sprecherin bedauerte, dass dem Wohnungsunternehmen keine Ersatzfläche für die Garagen zur Verfügung stünde.


Michael Kahle / m.k.
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