Historiker erforscht Pankower Dynastie und stellt Ergebnisse vor

Pankow. "Garbáty in Pankow" ist das Thema des nächsten Pankower Waisenhausgesprächs am 24. September um 19 Uhr im Betsaal des ehemaligen Jüdischen Waisenhauses in der Berliner Straße 120.

Dr. Erik Lindner wird zum Auftakt der Veranstaltung einen Vortrag halten. Er spricht über eine Familie und ihre Zigarettenfabrik zwischen Aufstieg, Arisierung und Restitution. Lindner ist Experte für die Geschichte der deutschen Zigarettenindustrie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In seinem Vortrag wird er vor allem die sogenannte Arisierung der Pankower Zigarettenfabrik Garbáty beleuchten, die kennzeichnend für die NS-Wirtschaftspolitik in den 30er-Jahren war. Außerdem wird er die Restitutionsbemühungen nach 1945 darstellen. Über die zeitgeschichtliche Problematik hinaus werden dadurch die wirtschaftlichen und persönlichen Interessen der Brüder Garbáty, des die "Arisierung" vollziehenden Unternehmers Koerfer und des Reemtsma-Konzerns nachvollziehbar.Nach dem Vortrag ist eine Podiumsdiskussion geplant. Neben Erik Lindner nehmen der Historiker Professor Daniel Koerfer und Beate Schreiber von "Facts & Files Historisches Forschungsinstitut Berlin" auf dem Podium Platz. Moderiert wird das Ganze von Dr. Hermann Simon, dem Direktor des Centrum Judaicum. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen gibt es unter 47 48 21 76 sowie per E-Mail an cajewitz-stiftung-berlin@t-online.de.

Bernd Wähner / BW
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