Investor am Anger wartet auf die Vorstellung der Pläne zum Güterbahnhof

Pankow. Wie soll sich der frühere Rangier- und Güterbahnhof entwickeln, und was wird am Pankower Anger entstehen - dort, wo noch vor Kurzem die Kaufhalle stand?

Diese Fragen beschäftigen viele Pankower seit Monaten. Zwischen beiden Projekten besteht sogar eine Abhängigkeit. Das machte Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen) deutlich. Eigentümer der Fläche am Anger in der Breiten Straße 35/35a ist die ANH Hausbesitz GmbH & Co. KG. Diese erwarb das Kaufhallengundstück Ende 2011 und ließ dann auch relativ rasch die Halle abreißen. Viele dachten, dass es nun rasch vorangehen würde. Doch so schnell wird sich dort wohl nichts tun, erklärt Kirchner nach einem Gespräch mit dem Investor. "Er will das Ende des Werkstattverfahrens zum Rangier- und Güterbahnhof abwarten. Erst wenn klar ist, was dort entstehen soll, wird er weiter planen." Das Gespräch war für Kirchner ernüchternd. Er hatte gleich zwei BVV-Beschlüsse mit dem Investor zu besprechen. So beschloss die BVV, dass das Bezirksamt mit ihm über einen städtebaulichen Wettbewerb für das Grundstück verhandeln solle. "Das lehnt der Investor ab", so Kirchner. "Er will höchstens unterschiedliche eigene Entwurfsvarianten vorstellen." Auch eine Zwischennutzung der Brache bis zum Baubeginn verneint er. "Höchstens Würstchenbuden würde er zulassen. Aber das wollen wir nicht", so der Stadtrat. So ruht im Moment die Planung.Das im September begonnene Werkstattverfahren für die den Rangier- und Güterbahnhof läuft indes auf Hochtouren, erklärt Kirchner. Zurzeit arbeiten Fachleute an einem unabhängigen Einzelhandelsgutachten. Schon im April soll das vorliegen. Außerdem wird ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben. Laut Kirchner gibt es zwar immer noch strittige Punkte zwischen Investor Krieger, Senat und Bezirk: Aber die Zahl der Varianten, die ernsthaft weiter untersucht werden, hat sich auf zwei reduziert. Beide sehen ein grünes Band entlang der Bahntrasse vor. Die große Frage ist weiterhin, ob auf der Fläche ein neues großes Einkaufszentrum entstehen wird. Am 23. Mai soll jedenfalls auf einer Bürgerversammlung der ausgehandelte Kompromiss präsentiert werden. Wo diese stattfinden kann, wird derzeit noch geprüft.


Bernd Wähner / BW
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