Kommunalpolitiker Klaus Mindrup ist Direktkandidat der SPD für Pankow

Klaus Mindrup tritt im Wahlkreis 76 für die SPD an. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. Zu den Bundestagswahlen am 22. September treten etliche Parteien mit Direktkandidaten an. Die aussichtsreichsten Bewerber um ein Direktmandat im Wahlkreis 76 stellt Ihnen die Berliner Woche vor.

Die Pankower SPD nominierte Klaus Mindrup als Direktkandidaten. Er übernimmt den Wahlkreis von Wolfgang Thierse. Dass er für den Bundestag kandidiert, begründet Mindrup folgendermaßen: "Ich bin jetzt seit vielen Jahren in der Kommunalpolitik tätig. Als Kommunalpolitiker bekam ich meist als erstes mit, was Gesetze und Einsparbeschlüsse an der Basis auslösen: Bei Mietern oder in Schulen zum Beispiel. Da ist es doch gut, wenn jemand wie ich, aus der Kommunalpolitik in den Bundestag kommt. Bei künftigen Entscheidungen kann ich dann meine Erfahrungen von der Basis einbringen."Im Bundestag möchte sich Klaus Mindrup um die Mitarbeit in drei Ausschüssen bewerben. Das sind natürlich Fachgebiete, in denen er bereits auf kommunaler Ebene in Pankow viele Erfahrungen sammelte. Zum Beispiel im Bereich Stadtentwicklung, Wohnen und Genossenschaftswesen. Schon heute sitzt er als Sprecher seiner Fraktion im Stadtentwicklungsausschuss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Außerdem ist er Aufsichtsratsmitglied bei der Wohnungsbaugenossenschaft Bremer Höhe.

Ein zweites Gebiet, auf dem er Sachkenntnis mitbringt, sind die Finanzen. Seit 2009 ist er auch finanzpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion in der BVV. Schließlich möchte sich Mindrup im Bundestag für eine soziale Energiewende engagieren. "In welchem Ausschuss ich aktiv werde, wird aber letztlich die Fraktion entscheiden", sagt Mindrup.

Der Wahlkampf um ein Direktmandat findet vor allem im Wahlkreis statt. Mit welchen Themen möchte Mindrup in Pankow punkten? "Zunächst einmal möchte ich mit den Pankowern weiter im Gespräch bleiben. Ich bin kein Berufspolitiker, komme aus der Praxis und weiß, was in Pankow los ist. Deshalb rede ich mit den Bürgern über die sie hier bewegenden Themen. Das mache ich seit Wochen im Wahlkampf. Auch wenn ich im Bundestag bin, werde ich den Kontakt zur Basis halten und ein Bürgerbüro in Pankow haben."

Im Wahlkampf spielten natürlich viele Themen von bundesweiter Bedeutung eine Rolle, schätzt Mindrup ein. Dazu zählen zum Beispiel soziale Gerechtigkeit, bezahlbarer Wohnraum und Mieterschutz, die Angleichung von Löhnen und Gehältern in Ost und West. Aber auch Investitionen in die Bildung oder längst fälliger Lärmschutz an Bahntrassen bewegen die Bürger. Mindrup: "Bei Gesprächen in den einzelnen Ortsteilen gibt es dann aber auch ganz lokale Themen und Fragen. In Buch und Karow geht es zum Beispiel um die Autobahnanbindung, in Heinersdorf um die Entwicklung des Gewerbegebietes. Und die Mietentwicklung ist nicht nur in Prenzlauer Berg, sondern inzwischen überall ein Thema."

Die anderen Pankower Direktkandidaten hat Mindrup in den vergangenen Wochen schon sehr gut kennengelernt. "Es herrscht eine sachlich-kollegiale Atmosphäre", charakterisiert er das Verhältnis. "Alle Kandidaten haben ihr eigenes Profil. Keiner betet die von seiner Partei vorgegebene Linie herunter. Das finde ich gut." Parallel zum Wahlkampf ist der SPD-Kandidat aber auch weiter in der BVV aktiv. "Für die nächsten Wochen habe ich in meinen Terminplan noch rund 40 Stunden Haushaltsberatung einzubauen", sagt er.

Zur Person

Klaus Mindrup wurde 1964 in Lienen (Westfalen) geboren. Er wohnt seit 1995 in Prenzlauer Berg. Nach Abitur und Zivildienst studierte er Biologie an der Universität Osnabrück. Er schloss sein Studium als Diplom-Biologe mit dem Schwerpunkt Ökologie ab. Seit 1988 arbeitet er als Gutachter und Entwickler. In die SPD trat Mindrup 1982 ein. Seit 1999 ist er Bezirksverordneter. Von 2001 bis 2008 war er dort SPD-Fraktionsvorsitzender. Ehrenamtlich engagiert er sich außerdem in zahlreichen Institutionen und Organisationen. Weitere Informationen zum Kandidaten auf www.klaus-mindrup.de.

Bernd Wähner / BW
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