Luftverkehr in Richtung Tegel nimmt zu

Pankow. Weil der Eröffnungstermin des Großflughafens Schönefeld weiter in den Sternen steht, hat die Zahl der Flüge über Pankow in den vergangenen Monaten zugenommen.

Das teilte der Stadtrat für Öffentliche Ordnung, Dr. Torsten Kühne (CDU), auf Anfrage in der Bezirksverordnetenversammlung mit. Als Vertreter des Bezirks Pankow sitzt der Stadtrat in der Fluglärmschutzkommission. Über Pankow sind täglich 530 Flugzeuge zu hören. Pro Tag sind das 15 mehr als noch vor einem Jahr. Dementsprechend haben auch die Flugbewegungen in den Nächten zwischen 23 und 6 Uhr zugenommen. In der Regel handelt es sich dabei um Flugzeuge, die wegen Verspätungen nach 23 Uhr um eine Landeerlaubnis in Tegel bitten. Bis in den Sommer hinein wurden deren Landungen von den zuständigen Stellen im Senat ohne Weiteres zugelassen. Inzwischen wurde das Verfahren geändert, wie Kühne berichtet.

Für jedes Flugzeug, das nach 23 Uhr in Tegel landen will, muss im Vorfeld eine Ausnahmegenehmigung beantragt werden. Nicht immer gibt es jetzt auch eine Genehmigung. Es sind zurzeit vor allem Postflugzeuge, die nachts verspätet ankommen. "Die stören natürlich die Nachtruhe der Pankower ganz besonders", erklärt der Stadtrat. Deshalb hat Kühne in der Fluglärmkommission angeregt, solche Flüge nach Schönefeld umzuleiten. Dort gibt es die entsprechenden Landekapazitäten.


Bernd Wähner / BW
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