Pankower Autor schrieb historischen Kriminalroman

Der Pankower Journalist Ernst-Georg Richter veröffentlichte sein erstes Buch. (Foto: BW)

Pankow. In das Berlin zu Bismarcks Zeiten entführt Ernst-Georg Richter seine Leser in seinem ersten Roman. Der Pankower schrieb einen Krimi, der im Jahre 1884 spielt.

In der Hauptstadt des noch jungen Deutschen Reichs fand seinerzeit die Kongo-Konferenz statt. Delegierte aller europäischen Kolonialmächte verhandelten über die letzten, noch nicht aufgeteilten Gebiete in Afrika. Als ein junger belgischer Diplomat angeschossen wird, muss die Polizei ermitteln. Der gerade erst in Berlin angekommene Kommissar Albert Kummerow und der Offizier Joachim von Terlenheim werden auf den Fall angesetzt. Er führt die beiden Ermittler in die höchsten Kreise der Berliner Gesellschaft - und in den Zoologischen Garten.Dass sich Ernst-Georg Richter mit seinem ersten Krimi ein historisches Umfeld suchte, hat seinen Grund. Der 47-Jährige hatte in jungen Jahren Geschichte studiert. Aber auch seine weiteren Studienfächer Anglistik, Amerikanistik und Journalistik waren gute Grundlagen, um sich sicher auf dem diplomatischen Parkett von einst bewegen zu können. Seit 20 Jahren ist Erst-Georg Richter beruflich als Reisejournalist unterwegs. "Ich hatte schon längere Zeit vor, auch schriftstellerisch zu arbeiten", sagt er im Gespräch mit der Berliner Woche. Bei einem Urlaub am Vierwaldstätter See im Herbst 2010 kam ihm die Idee, einen historischen Kriminalroman zu schreiben. Er machte sich noch im Urlaub Notizen dazu. Wieder nach Berlin zurückgekehrt, begann er zu recherchieren. Richter bekam das Faksimile eines alten Berliner Baedekers aus dem Jahre 1878 in die Hände.

So konnte er mehr über Restaurants und Hotels herausbekommen. Auch ein historisches Berliner Adressbuch aus dieser Zeit lieferte ihm wichtige Informationen. Natürlich befasste er sich intensiv mit der Kongo-Konferenz. Schließlich recherchierte er in Archiven nach Zeitungen aus dieser Zeit, um ein Gefühl für diese Epoche zu bekommen.

"Mein Ziel war es, einen sehr authentischen Roman zu schreiben", sagt der Autor. "Die Leser sollten sich in das Jahr 1884 zurückversetzt fühlen." So setzte Richter nach und nach die Puzzelteile zusammen. "Das Einzige, was fiktiv an meiner Geschichte ist, sind die beiden Ermittler. Alles andere ist historisch verbürgt, bis zu einzelnen Adressen hin", erklärt der Autor.

"Das Kongo Komplott" erscheint dieser Tage im Lau-Verlag. Das Buch ist für 9,95 Euro im Buchhandel erhältlich (ISBN: 978-3-941400-46-7).

Bernd Wähner / BW
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