Schüler und Eltern fordern eine Lösung für die Grunowstraße

Schüler und Eltern der Elisabeth-Shaw-Grundschule demonstrierten vor dem Neubau am Garbátyplatz. (Foto: Detlev Rux)

Pankow. Für mehr Sicherheit auf dem Weg zur Schule demonstrierten kürzlich Schüler, Eltern und Lehrer der Elisabeth-Shaw-Grundschule in der Grunowstraße 17. Anlass: Das Bezirksamt ließ eine Querungshilfe vor der Schule ohne rechtzeitige Ankündigung zurückbauen.

Seitdem ist der Schulweg für die etwa 200 Schüler nicht mehr sicher. Eingerichtet wurde die Querungshilfe über die Grunowstraße, als mit dem Bauarbeiten für das Geschäfts- und Ärztehaus auf dem Garbátyplatz begonnen wurde. Die Schüler konnten nicht mehr den üblichen Gehweg zur Schule benutzen. Sie mussten auf die andere Straßenseite wechseln. Damit sie sicher über die Grunowstraße kommen, wurde vom Bezirksamt eine Querungshilfe gebaut. Allerdings hatte die Schule schon um diese heftig kämpfen müssen. Nun ist das Bauvorhaben auf dem Garbátyplatz fast fertig. Deshalb ließ das Bezirksamt die Querungshilfe abbauen. Allerdings gibt es auf dem Weg zur Schule immer noch baustellenbedingte Behinderungen. Außerdem lässt der neu eröffnete Supermarkt seinen Lieferverkehr über die Grunowstraße abwickeln. Das führt dazu, dass immer wieder Lkw den Gehweg versperren, berichtet der Vorsitzende der Gesamtelternvertretung der Elisabeth-Shaw-Grundschule, Detlev Rux.

Das hat zur Folge, dass Kinder auf die Straße ausweichen müssen. Bereits auf der Februar-Sitzung des Verkehrsausschusses der BVV brachten Elternvertreter das Thema zur Sprache. Vonseiten des Bezirksamtes hieß es, dass man sich erst einmal kundig machen werde. Auf der vergangenen Sitzung des Verkehrsausschusses stellte der Stadtrat für öffentliche Ordnung, Dr. Torsten Kühne (CDU), klar, dass die Querungshilfe eine zeitlich befristete Maßnahme gewesen sei. Deshalb sei sie abgebaut worden. Außerdem soll es Beschwerden von Anwohnern gegeben haben, da die Querungshilfe die Zahl der Parkplätze verminderte

Eine aus Sicht der Eltern befriedigende Lösung konnte er nicht anbieten. Für die Eltern ist es unverständlich, dass die Bereitstellung von Parkplätzen eine höhere Priorität als ein sicherer Schulweg für die Kinder haben soll. Sie wollen mit ihren Protesten fortfahren.


Bernd Wähner / BW
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