Soll "Workplace Policy" auch im Bezirksamt zum Einsatz kommen?

Pankow. Das Bezirksamt soll prüfen, ob und wie eine "Workplace Policy" in der bezirklichen Verwaltung umgesetzt werden kann. Damit könnte der Bezirk etwas gegen häusliche Gewalt tun.

Diesen Antrag stellten die Fraktionen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen in der BVV. "Häusliche Gewalt ist keine Privatsache, sondern betrifft die gesamte Gesellschaft", erklärt Sebastian Bergmann von der CDU-Fraktion. "Workplace Policy" bedeutet, dass sich Behörden, Unternehmen oder Verbände dazu verpflichten, häuslicher Gewalt eine klare Absage zu erteilen. Durch Informationen und Aufklärung erhalten ihre Führungskräfte und Mitarbeiter Orientierungshilfen, um zu erkennen, ob Kollegen von häuslicher Gewalt betroffen sind. Außerdem werden sie über Handlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten zum Schutz von Betroffenen informiert.

Entwickelt wurde dieses innovative Instrument gegen häusliche Gewalt ursprünglich in den USA. Seit einiger Zeit wird es auch weltweit in großen Unternehmen eingesetzt. In Berlin nutzen bereits die Bezirksämter Reinickendorf und Charlottenburg-Wilmersdorf sowie in der Krankenkasse Barmer GEK dieses Instrument. Ob eine "Workplace Policy" auch in der Pankower Verwaltung umgesetzt wird, darüber berät jetzt zunächst der BVV-Ausschuss für Finanzen, Personal und Immobilien.


Bernd Wähner / BW
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