Umweltpreis ging an Schüler, Nachbarn und Jugendliche

Schüler aus der Grundschule an der Marie, Anwohner des Thälmannparks und Jugendliche aus dem Maxim mit den Juroren um Umweltstadtrat Dr. Torsten Kühne. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. Der Pokal "Goldene Kröte" für den Sieg im Wettbewerb um den Umweltpreises Pankow 2013 geht an die Schulgartengruppe der Grundschule an der Marie.

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hatte den Umweltpreis in diesem Jahr unter dem Motto "Grün in der Stadt - Naturoasen statt Betonwüsten" ausgelobt. Aufgerufen waren Bürger, Unternehmen, Schulklassen, Kitagruppen und Jugendgruppen, ihre Ideen zum Thema einzureichen oder praktische Beispiele vorzustellen.Eine fachkundige Jury, der Vertreter der BVV-Fraktionen sowie der Grünen Liga angehörten, sichtete und bewertete die Bewerbungsunterlagen. Der Hauptpreis des diesjährigen Umweltwettbewerbs wurde schließlich dem Projekt "Schulgarten be-greifen" der Grundschule an der Marie aus Prenzlauer Berg zugesprochen.

Die Gruppe ist bereits seit drei Jahren tätig. Sie legten einen Schulgarten an, in dem sie sich mit Fragen auseinandersetzt wie: Welche Pflanzen wachsen in unserer Region besonders gut? Zu welcher Jahreszeit können bestimmte Obst- und Gemüsesorten geerntet werden? Wie funktionieren biologische Kreisläufe? Unterstützt von ehrenamtlichen Helfern und der Gartenarbeitsschule gestalteten die Schüler ihren Schulgarten. In diesen vermehren sie zum Beispiel auch selbst Pflanzen.

Mit dem Garten haben die Schüler darüber hinaus auch einen Ort der Ruhe und Erholung auf ihrem Schulgelände geschaffen, lobt Umweltstadtrat Dr. Torsten Kühne (CDU) in seiner Laudatio. Aus einem Betonhof schufen die Schüler über die Jahre eine kleine grüne Oase in der Stadt. Für ihr Engagement erhielten die Schüler nun den Hauptpreis des Umweltwettbewerbs, den Wanderpokal "Goldene Kröte".

Ein weiterer Preisträger ist die Anwohnerinitiative Thälmannpark. Seit Jahren kümmern sich Volker Herold und seine Mitstreiter vor allem um den Teich im Ernst-Thälmann-Park. Dieser ist ein ganz besonderes Amphibienschutzgebiet. Er wurde zwar mit dem Bau des Parks angelegt, aber er erhielt in der Vergangenheit nicht die nötige Pflege vom Bezirksamt. Deshalb übernehmen seit einigen Jahren Anwohner die Pflege und die Aufsicht über dieses innerstädtische Biotop. Mit dem Umweltpreis würdigt die Jury vor allem, dass die Anwohner trotz vieler Rückschläge nie aufgaben und am Ball blieben. Inzwischen haben sie sich zu einer neuen Arbeitsgemeinschaft "Natur - Grün - Teich" zusammengeschlossen. Diese möchte auch Führungen für Kinder zum Teich, Sommerlesungen und Malangebote am Teich sowie perspektivisch Teichfestspiele organisieren.

Dritter Umweltpreisträger ist das Gartenprojekt des Kinder- und Jugendkulturzentrums "Maxim" aus Weißensee. Dort schufen die Jugendlichen in den zurückliegenden Jahren auf einer einst unansehnlichen Brache ein artenreiches Biotop. Es entstand ein Klimagarten, der inzwischen von Wissenschaftlern sogar zu Forschungszwecken genutzt wird. Jedes Jahr nimmt das Maxim mit ihm auch am Langen Tag der Stadtnatur teil. Für die drei Preisträger gab es jeweils 500 Euro Preisgeld.


Bernd Wähner / BW
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