Versammeln statt speisen: Verordnete wollen Ratskeller reaktivieren

Pankow. In den Pankower Ratskeller soll wieder Leben einziehen. Diesen Beschluss fasste die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) auf Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Das Bezirksamt wird aufgefordert zu prüfen, wie die Räume des Ratskellers wieder den Pankowern zugänglich gemacht werden können. Wie sich in den vergangenen Jahren zeigte, ist eine rein gastronomische Nutzung derzeit nicht möglich. Gastronomen, die sich in den vergangenen Jahren mit einer Reaktivierung beschäftigten, machten einen Rückzieher. Aufgrund der Rahmenbedingungen, erklärten alle, lasse sich der Ratskeller nicht wirtschaftlich betreiben.

Trotzdem sollte er für die Pankower nicht auf Dauer verschlossen bleiben, meinen die Verordneten. Sie schlagen vor, dass das Bezirksamt die Räume für Veranstaltungen und Feiern öffnen sollte. Sowohl Vereine und Initiativen als auch Privatpersonen sollten den Ratskeller nutzen können. In diesem Zusammenhang erhielt das Bezirksamt den Auftrag zu prüfen, ob die Räume den vorgeschriebenen Anforderungen an einen Versammlungsraum für unter 200 Personen entsprechen. Außerdem solle geschaut werden, wo künftig die Wahlunterlagen untergebracht werden. Denn derzeit lagern die im Ratskeller.

Die 550 Quadratmeter Fläche sind bereits seit Ende der 90er-Jahre nicht mehr öffentlich zugänglich. Nachdem der letzte Wirt das Handtuch warf, bemühte sich das Bezirksamt um eine gastronomische Reaktivierung des 1907 eröffneten Ratskellers. Es gelang aber nicht, einen Wirt mit einem überzeugenden Konzept zu finden. Auch die Idee, im Ratskeller Raum für das Bezirksmuseum zu schaffen, wurde aus Kostengründen nicht weiterverfolgt.

Deshalb hoffen die Verordneten, dass sich jetzt etwas bewegen lässt. "Wir wollen den Ratskeller endlich aus seinem Dornröschenschlaf erwecken", sagt Peter Brenn, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. "Das ist der Wunsch vieler Pankower. Wir hoffen, dass der finanzielle Aufwand, den Ratskeller für Veranstaltungen und Feiern herzurichten, realistischer und finanziell eher zu leisten ist als eine gastronomische Nutzung."


Bernd Wähner / BW
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