Vier weitere Schulen machen jetzt beim Projekt mit

Richard Häusler und Hanna Burckhardt mit zwei Kohlenstoffdioxid-Messgeräten. Mithilfe dieser Geräte werden Schüler für ein besseres Raumklima sorgen. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. Das Pankower Energiesparprojekt "Köpfchen statt Kohle" kann jetzt langfristig planen. Kürzlich konnte die stratum GmbH einen Vertrag über fünf Jahre mit dem Bezirksamt abschließen.

Bereits seit drei Jahren unterstützt das stratum-Team um Projektleiter Richard Häusler Schulen dabei, Energie zu sparen. Das Ganze ist inzwischen so erfolgreich, dass es nun noch ausgeweitet wird. Viele Jahre lang gab es an Pankower Schulen das sogenannte Fifty-fifty-Projekt. Doch so richtig zufrieden war man im Bezirk mit den Egebnissen offenbar nicht. Deshalb entschied man sich, einen neuen Weg zu gehen.Vor drei Jahren wurde das Projekt "Köpfchen statt Kohle" ins Leben gerufen. Mit der stratum GmbH wurde ein Partner gefunden, der das Vorhaben sowohl pädagogisch als auch technisch begleitet. Mit Erfolg. Von Jahr zu Jahr nehmen mehr Schulen daran teil. In diesem Schuljahr kommen erneut vier Schulen hinzu. So wird das Team nun in 17 Pankower Schulen unterwegs sein. Die meisten davon sind Grundschulen. Mit der Tesla-Sekundarschule und dem Robert-Havemann-Gymnasium sind aber auch zwei Oberschulen mit dabei.

Ein Schwerpunkt im vergangenen Schuljahr war die Ausbildung von Energiemanagern an den ersten drei Schulen in Prenzlauer Berg. Dabei handelt es sich um Schüler aus der Homer-Schule, der Grundschule am Falkplatz und am Kollwitzplatz. In diesen Schulen gibt es sogenannte Einzelraumsteuerungen für die Heizung. Die Schüler wurden so geschult, dass sie in ihren Klassenräumen eigenständig die Heizungen effizient per Computer regulieren können. Damit kann die Raumtemperatur nun punktgenau gesteuert werden. Das spart Energie und Geld. "Unser Ziel für dieses Jahr ist es, nun auch an anderen Schulen Energiemanager auszubilden. Immerhin haben wir zehn Schulen, an denen es bereits eine Einzelraumsteuerung gibt", berichtet Richard Häusler.

Ein weiteres Thema wird das Raumklima in den Klassenräumen sein. Ein Pilotprojekt wurde 2012 an der Carl-Humann-Schule durchgeführt. Schüler recherchierten, was die Ursache für Ermüdung im Unterricht sein könnte. Sie fanden heraus, dass das mit dem Kohlenstoffdioxid-Gehalt zusammenhängt, der beim Atmen in die Luft im Klassenraum gelangt. Ist der zu hoch, gibt es Konzentrationsprobleme. Daraufhin untersuchten die Schüler, wie sich durch regelmäßiges Lüften das Raumklima verändern lässt.

Dieses Thema steht nun auch in anderen Schulen auf der Tagesordnung. "Wir haben kleine Geräte angeschafft, mit denen man den Kohlenstoffdioxid-Gehalt in den Klassenräumen messen kann. Die wollen wir in die Klassen geben, damit die Schüler eigenständig für ein besseres Raumklima sorgen können", berichtet Häusler.

Ein weiteres wichtiges Vorhaben ist die Einrichtung einer Lernwerkstatt an der Robert-Havemann-Oberschule. Unter anderem werden dort Solarbaukurse stattfinden. Schüler können aber auch in Experimenten mehr zu Themen wie Gewinnung und Nutzung von Solar- und Windenergie erfahren.

Damit das Projekt auch personell noch besser ausgestattet ist, hat die stratum GmbH übrigens zum Start ins neue Schuljahr noch eine neue Mitarbeiterin eingestellt. Hanna Burckhardt wird Richard Häusler künftig bei der Arbeit in den Schulen unterstützen.


Bernd Wähner / BW
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