Weitere Verkehrsberuhigung der Vinetastraße nicht möglich

Pankow. Die Vineta- und die Westerlandstraße sollten durch Umbauten, zum Beispiel durch Gehwegvorstreckungen, noch sicherer gemacht werden. Mit diesem Vorschlag wandte sich Berliner-Woche-Leser Andreas Schwalm an die Redaktion.

Beide Straßen befinden sich in einer Tempo-30-Zone. "Das finde ich gut und richtig", sagt Andreas Schwalm. "Die Straßen liegen schließlich in einem reinen Wohngebiet und werden von Kindern als Schulweg benutzt." Allerdings hat Andreas Schwalm den Eindruck, dass sich viele Autofahrer nicht Geschwindigkeitsbegrenzung halten. Sie nutzen diese Straße als Umfahrung der Wisbyer Straße. Vor allem im Berufsverkehr fahren Autofahrer, um Staus auszuweichen, über die Neumannstraße und die Trelleborger Straße auf die Vinetastraße und die Westerlandstraße, um dann auf der Berliner Straße weiterzufahren. Dabei sind die meisten zu schnell unterwegs. Sie übersehen, dass sie sich in einer Tempo-30-Zone befinden. Andreas Schwalm wandte sich bereits an den zuständigen Polizeiabschnitt. Die Polizei blitzte auch schon auf den Straßen und konnte seine Beobachtung bestätigen. Aber die Polizei kann nicht ständig vor Ort sein. Deshalb regt Andreas Schwalm bauliche Maßnahmen an. Auf Anfrage teilt Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen) mit: "Die bauliche Anlegung einer Gehwegvorstreckung erfolgt grundsätzlich nicht zur allgemeinen Verkehrsberuhigung, sondern zweckgebunden, das heißt vor Schulen, Kitas, Spielplätzen, Senioren- und Behinderteneinrichtungen. Gehwegvorstreckungen dienen der verkehrssicheren Querung der Fahrbahn. Finanziert werden Gehwegvorstreckungen nach Prüfung und Zustimmung über Sondermittel der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt." Vinetastraße und Westerlandstraße seien allerdings uneingeschränkt für den öffentlichen Verkehr gewidmet. Kirchner: "Insbesondere in Innenstadtbezirken ist das Verkehrsaufkommen auch in Wohnstraßen höher, was sich mit straßenverkehrsbehördlichen Maßnahmen auch nicht vermeiden lässt. Die Verkehrsmenge würde nicht verringert, sondern erfahrungsgemäß auf andere, gleichermaßen schützenswerte Straßen verlagert werden."

Abschließend erklärt Kirchner, dass aufgrund der angespannten finanziellen Situation des Landes in der Vinetastraße und in der Westerlandstraße, wie auch in einer Vielzahl anderer Tempo-30-Zonen im Bezirk Pankow, keine weiteren baulichen Maßnahmen zur Unterstützung von Geschwindigkeitsbeschränkungen möglich sind. Die Antwort des Stadtrats macht deutlich, dass es in absehbarer Zeit also keine baulichen Veränderungen auf den beiden Anwohnerstraßen geben wird. So bleibt nur die Hoffnung für die Anwohner, dass die Polizei hin und wieder blitzt und so zur Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung beiträgt.


Bernd Wähner / BW
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