Wiedereröffnung des Ratkellers nur nach erheblichen Investitionen möglich

Pankow. Der Pankower Ratskeller wird auf absehbare Zeit nicht für Veranstaltungen freigegeben. Das teilte die Stadträtin für Facility Management, Christine Keil (Die Linke), der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) mit.

Die hatte das Bezirksamt im März aufgefordert zu prüfen, wie der Ratskeller wieder den Pankowern zugänglich gemacht werden könnte. Wie sich in den vergangenen Jahren zeigte, ist eine rein gastronomische Nutzung derzeit nicht möglich. Trotzdem sollte der Ratskeller für die Pankower nicht auf Dauer verschlossen bleiben, meinten die Verordneten. Sie schlugen vor, dass das Bezirksamt die Räume für Veranstaltungen und Feiern öffnen sollte. Sowohl Vereine als auch Privatleute sollten den Ratskeller nutzen können.

Aber das sei vorläufig nicht möglich, erklärt Keil. So ist zum Beispiel die Lüftungsanlage nicht mehr funktionstüchtig und kein zweiter Rettungsweg ausgewiesen. Die Heizungsanlage ist defekt und muss erneuert werden. Für die Elektroanlage ist eine Revision erforderlich, und es sind Reparaturen fällig. Insgesamt wären erst einmal 155 000 Euro zu investieren, um eine immer noch eingeschränkte Nutzung des Ratskellers für Veranstaltungen zu ermöglichen.

Nach Abwägung von Aufwand und Nutzen kommt das Bezirksamt zu der Einschätzung, dass eine sofortige Sanierung nicht gerechtfertigt und unwirtschaftlich wäre. Keil: "Darüber hinaus ist es auch wenig zweckmäßig, die Umbauten außerhalb der Gesamtinvestitionsmaßnahmen im Rathaus Pankow zu realisieren." Für die Investitionsplanung 2018/2019 wurden sowieso Mittel für Arbeiten im Ratskeller angemeldet. Wenn die Mittel dafür im Bezirkshaushalt bereitgestellt werden, könne der Ratskeller saniert werden.

Klar ist allerdings: Die Bezirksverwaltung wird auch nach der Sanierung des Ratskellers weder personell noch finanziell in der Lage sein, ihn zu betreiben. Deshalb wird sein Betrieb dann wohl ausgeschrieben. Die 550 Quadratmeter Fläche sind bereits seit Ende der 90er-Jahre nicht mehr öffentlich zugänglich. Nachdem das Restaurant geschlossen worden war, bemühte sich das Bezirksamt um eine gastronomische Reaktivierung des 1907 eröffneten Ratskellers. Ohne Erfolg. Derzeit lagern dort Wahlunterlagen.


Bernd Wähner / BW
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