Abgeordnete putzten Stolpersteine wieder blitzblank

Der Abgeordnete Torsten Schneider putzte im Florakiez Stolpersteine. (Foto: Jens P. Franke)

Pankow. Seit einigen Tagen fallen die Stolpersteine wieder mehr auf auf den Pankower Gehwegen. SPD Abgeordnete machten sich gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Klaus Mindrup (SPD) daran, in einigen Straßen die Stolpersteine blitzblank zu putzen.

Die kleinen Gedenktafeln bestehen aus Messing. Sie ummanteln einen Betonkern. Auf der Metallverbindung hinterlassen Witterung und Fußgänger ihre Spuren. Darum empfiehlt Gunter Demnig, die Steine hin und wieder zu putzen. Der Künstler ist Initiator des Gedenkprojektes. Seit 18 Jahren verlegt er Stolpersteine auf den Straßen europäischer Städte, um an Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. Die kleinen Gedenktafeln werden in den Gehweg vor den Häusern der Opfer eingelassen. In ganz Pankow sind inzwischen weit über 100 Steine verlegt worden.

Mit ihrer Putzaktion wollen SPD-Abgeordnete wie Torsten Schneider, Dennis Buchner und Clara West an die Ermordung jüdischer Nachbarn in der NS-Zeit erinnern. Pankows SPD-Chef Knut Lambertin: "Wir betrachten es als unsere Aufgabe, die Erinnerung an jüdische Opfer wachzuhalten. Es gehört zu unserem Selbstverständnis, ihr grausames Schicksal, ihre Verschleppung und Ermordung durch die Nazis als Mahnung zu begreifen."

Um Stolpersteine in den Alt-Pankower Ortsteilen kümmert sich im Übrigen die "Pankower Stolpersteingruppe". Diese trifft sich einmal im Monat im Stadtteilzentrum Pankow in der Schönholzer Straße 10. Weitere Infos zu ihr gibt es über den E-Mail-Kontakt maili@hochhuth.net sowie unter 499 87 09 00.

Bernd Wähner / BW
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