An der Panke wurde ein inklusiver Naturlehrpfad eröffnet

Imker Max Grüber (2. von rechts) informierte Sören Benn (2. von links), Professor Gabriele Kuhn-Zuber (rechts) und den Vorsitzenden der Bürgerparkinitiative, Christian Friedrich (links), über die neueste Errungenschaft: einen Hummelstand. (Foto: Bernd Wähner)

Pankow. Unmittelbar am Pankower Bürgerpark gibt es eine neue Attraktion: einen inklusiven Naturlehrpfad. Er entstand aus einer reinen Privatinitiative.

Bereits seit Längerem arbeiten der Stadtimker Max Grüber, der Kinderbauernhof Pinke Panke und die Delphin-Werkstätten des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) sporadisch zusammen. Außerdem engagieren sich alle auch in der Bürgerparkinitiative. Vor einiger Zeit wurden die Partner auf die eigentlich ungenutzte Fläche am Hochwasserrückhaltebecken der Panke nahe dem Bürgerpark aufmerksam. Dieses Gelände befindet sich an der Ecke Wilhelm-Kuhr-Straße und Am Bürgerpark. Es ist zwar eingezäunt, aber immer wieder gab es Probleme mit Müll und Drogendealern. Verwaltet wird das Gelände von der Gewässerunterhaltung der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.

Die Initiatoren um Max Grüber kamen auf die Idee, dort einen inklusiven Naturlehrpfad anzulegen. Der Senat gab grünes Licht. Mitarbeiter der Delphin-Werkstätten, in denen Menschen mit Handicap beschäftigt sind, übernahmen das Anlegen der Bienenwiese und den Bau von Schautafeln. Junge Besucher des Kinderbauernhofs gestalteten die Tafeln mit. Max Grüber siedelte entlang des Lehrpfades 25 Bienenvölker und Hummeln an.

Unter seiner Anleitung können nun Beschäftigte der Delphin-Werkstätten auch in der Imkerei tätig werden. Im vergangenen Jahr kooperierten sie bereits mit ihm, halfen unter anderem beim Honigschleudern und Abfüllen in Gläser. Nun können sie auch Bienenstände betreuen, geernteter Honig verpacken, Bienenwachs einschmelzen – und das eine oder andere neue Produkt kreieren.

Auf dem neuen Naturlehrpfad wurden außerdem neue Obstbäume gepflanzt. Weiterhin wurde mit dem Aufbau eines Insektenhotels begonnen. Das kann von Kindern vom „Pinke Panke“ weitergebaut werden.

Der Naturlehrpfad ist so angelegt, dass ihn Passanten außerhalb des Zaunes jeder Zeit ansehen und das Geschehen auf der Fläche beobachten können. Führungen über das Gelände für Menschen mit und ohne Handicap finden allerdings nur nach Absprache mit dem Kinderbauernhof oder den Delphin-Werkstätten statt. Denn die Bienen sollen weitestgehend ungestört bleiben.

Für Bürgermeister Sören Benn (Die Linke), der den Inklusiven Naturlehrpfad mit eröffnete, ist das Projekt ein tolles Beispiel für Bürgerengagement. „Als Bezirksverwaltung könne wir viele Dinge aufgrund begrenzter Ressourcen gar nicht allein hinbekommen. Deshalb ist es wichtig, dass sich Bürger für solche Projekte engagieren“, lobt er. BW
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