Bundesfamilienministerium stellt Mittel für Spielmobile bereit

Elke Abendschein (links) und Anne Pleuse werden künftig mit dem Spielwagen verstärkt auch an Flüchtlingsunterkünften stehen und Kindern Spielgeräte aus dem Wagen reichen. (Foto: Bernd Wähner)

Pankow. Der Spielwagen Pankow kann künftig verstärkt Angebote an Flüchtlingsunterkünften machen. Damit dies möglich wird, stellt das Bundesfamilienministerium eine Förderung bereit.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Spielmobile erhält vom Ministerium über drei Jahre verteilt insgesamt drei Millionen Euro für die Arbeit an und in Flüchtlingsunterkünften. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Anne Pleuse ist Elke Abendschein mit dem Spielwagen im Bezirk unterwegs. Der bunt besprühte VW-Bus ist gefüllt mit Reifen, Fahrräder, Kisten, Hüpfgeräten, Tischen, Bänken und allerhand Bastelmaterialien.

Halt an Flüchtlingsheimen

Das Team fährt dorthin, wo es keine Kinderfreizeiteinrichtungen gibt. „Wir bleiben dann jeweils zwei Wochen an einem Ort. Mit unseren Angeboten orientieren wir uns an den Bedürfnissen der Kinder“, sagt Elke Abendschein.

In diesem Jahr ist das Team an mehreren Station im Bezirk immer wieder anzutreffen. Dazu zählen zum Beispiel der große Spielplatz im Kiez Hansastraße, der Einsteinpark in Prenzlauer Berg und der Schülerclub Heinersdorf. Des Weiteren steht der Spielwagen immer wieder auf der Wiese an der Flüchtlingsunterkunft Falkenberger Straße.

Mit den Mitteln aus dem neuen Projekt „Willkommenskultur durch Spiel – Spielmobile an Flüchtlingsunterkünften“ ist es dem Spielwagen-Team nun möglich, auch an weiteren Flüchtlingsunterkünften im Bezirk präsent zu sein.

„Spielen ist für Kinder der Schlüssel zur Welt“, sagt Dr. Ralf Kleindiek (SPD), Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, zum Projektstart. „Spielen bildet und hilft Kindern, sich zu entfalten und Grenzen zu überwinden. Alle Kinder haben das Recht, zu spielen. Sie brauchen geschützte Freiräume, in denen sie dieses Recht wahrnehmen können – auch und ganz besonders die Kinder in Flüchtlingsunterkünften.“

Tourenplan im Internet

„An der Unterkunft AWO-Refugium in Buch werden wir mit Unterstützung aus dem Projektfonds zum Beispiel Sport- und Spielangebote machen“, sagt Elke Abendschein. „Außerdem möchten wir dort generationsübergreifende Familienfeste organisieren.“ Gleiches trifft auch auf die Flüchtlingsnotunterkünfte an der Wichertstraße und an der Smetanastraße zu, solange diese noch von Flüchtlingen genutzt werden. In der Regel ist das Spielwagen-Team in diesen Einrichtungen sonnabends vor Ort. Die Woche über gibt es den festgelegten Tourplan, der sich auf http://www.der-spielwagen.de/spielmobil/angebote/spielwagen-on-tour/ findet.

Das Projekt Spielwagen gibt es im Bezirk übrigens bereits seit 35 Jahren. Gegründet wurde es vom Netzwerk Spiel/Kultur. Schon in den 80er-Jahren fuhren Erzieher mit einem Wagen voller Spielgeräte an Orte, an denen es kaum Freizeitangebote für Kinder gab. Nach 1990 ist das Projekt in kommunaler Trägerschaft weitergeführt worden.

Wegen immer knapper werdender Haushaltsmittel schrieb das Jugendamt die Trägerschaft des Spielwagens aus. Danach war wieder der Verein Netzwerk Spiel/Kultur für den Spielwagen zuständig. Seit Anfang dieses Jahres ist der gemeinnützige Verein Spielkultur Berlin-Buch Projektträger. Näheres ist unter  949 30 55 zu erfahren. BW
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