Staatssekretärin Caren Marks besuchte Pankower Bündnis für Familie

Staatssekretärin Caren Marks unterhielt sich mit jungen Familien im Garten des Stadtteilzentrums. (Foto: BW)

Pankow. Das Bündnis für Familie Pankow leistet seit Jahren eine wichtige Arbeit im Bezirk. Es engagiert sich dafür, dass sich Familien in der Angebotsvielfalt von Behörden, Vereinen und Organisationen zurechtfinden. Außerdem setzt es sich für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein.

Zu dieser Einschätzung kommt auch Caren Marks (SPD). Die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium traf sich kürzlich mit Vertretern des Bündnisses im Stadtteilzentrum Pankow. Sie wollte sich über die Arbeit dieser Initiative informieren. "Das Pankower Bündnis für Familie wurde bereits 2007 gegründet", so der Sprecher Andreas Gerts. Es war seinerzeit das erste in Berlin überhaupt. Eine der Initiatorinnen und erste Sprecherin war die heutige Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD).

Wie wichtig die Gründung war, zeigt die Entwicklung der vergangenen Jahre, betont Gerts. "Pankow ist in Bewegung. Hier erblicken jedes Jahr bei durchschnittlich 5000 Geburten so viele Kinder das Licht der Welt wie in keinem anderen Berliner Bezirk." Um Kindern ein Aufwachsen in Geborgenheit zu ermöglichen, gibt es in Pankow inzwischen ein dichtes Netz von Hilfs- und Unterstützungsangeboten. Damit Eltern bei der Vielzahl von Angeboten rasch die richtigen Ansprechpartner finden, hat das Bündnis als wichtigstes Projekt einen Familienwegweiser auf den Weg gebracht. Der erscheint in der Regel alle zwei Jahre überarbeitet und aktualisiert.

Vertreter des Familienbündnisses bringen sich aber auch in kommunalpolitische Debatten ein. Um einen Überblick über die Lebenssituation von Familien im Bezirk zu erhalten, organisierte das Bündnis sogar eine Befragung. Diese ergab, dass rund 80 Prozent der Familien gern in Pankow leben und den Bezirk als familienfreundlich einschätzen.

Vor allem das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf spielt für die Befragten eine große Rolle. Damit sich vor allem junge Familien noch mehr um den neugeborenen Nachwuchs kümmern können, führt das Bundesfamilienministerium zum 1. Juli das "ElterngeldPlus" ein, berichtet Caren Marks bei ihrem Besuch in Pankow. Dieses gibt es nicht nur ein, sondern zwei Jahre lang. Es ermöglicht den Eltern, Teilzeitarbeit und Elternzeit so zu kombinieren, dass sich Mütter und Väter mit finanzieller Unterstützung vom Staat noch besser um ihren Nachwuchs kümmern, aber trotzdem arbeiten können.

Diese neue Regelung begrüßt das Pankower Bündnis für Familie, so Gerts. Sie zeige, dass das Engagement der inzwischen bundesweit existierenden Familienbündnisse für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf etwas bewirken kann. "Wir sehen uns als Lobby für Familien", fasst Andreas Gerts zusammen.

Weitere Informationen gibt es im Internet auf www.buendnis-fuer-familie-pankow.de.

Bernd Wähner / BW
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