Zwei neue Heime für Flüchtlinge in Pankow / Eine Unterkunft in Containern

Pankow. Im Bezirk wird es zwei weitere Flüchtlingsunterkünfte geben. Diese werden recht kurzfristig eingerichtet.

Bislang gibt es im Bezirk bereits vier Unterkünfte für Bürgerkriegsflüchtlinge und Asylbewerber. Weil aber immer mehr Flüchtlinge nach Berlin kommen, entschied das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo), dass in Pankow noch zwei weitere Unterkünfte eingerichtet werden. Das LAGeSo informierte das Bezirksamt, das die entsprechenden Verträge mit den Betreibern bereits unterzeichnet wurden.

So werden bereits in den nächsten Tagen die ersten 100 Flüchtlinge in eine Notunterkunft an der Bühringstraße 2-8 einziehen. Vorgesehen ist, diese neue Einrichtung zu einer Gemeinschaftsunterkunft für bis zu 355 Personen auszubauen, informiert das Bezirksamt unter Berufung auf die Informationen aus dem LAGeSo. Der Senat schloss für den Betrieb dieser Einrichtung einen Vertrag mit der Professionellen Wohn- und Betreuungsgesellschaft mbH (PeWoBe) ab.

In Buch wird in der Karower Chaussee bis Februar 2015 ein Containerstandort errichtet. Bauherr ist das LAGeSo. Es wird hier Wohn-Container für 480 Flüchtlinge und Asylbewerber errichten. Betreiber für diese Flüchtlingsunterkunft ist die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Mitte.

Dass zwei weitere Flüchtlingsunterkünfte im Bezirk eingerichtet werden, liege an den rasant steigenden Flüchtlingszahlen in Deutschland und in Berlin, erklärt Bürgermeister Matthias Köhne (SPD). "Das Land Berlin mit seinen Bezirken ist in der Verantwortung, den Flüchtlingen eine menschenwürdige Unterkunft zu geben. Weit mehr als 1000 Flüchtlinge, insbesondere aus Syrien und aus dem westlichen Balkan, erreichen monatlich Berlin." Deshalb werden nicht nur in Pankow, sondern in allen Bezirken durch das LAGeSo neue Unterkünfte geschaffen. Zum Teil werden diese auch wegen des schnell wachsenden Bedarfs als Notunterkünfte errichtet, so Köhne. Der Bezirk Pankow beherbergt bisher relativ wenig Asylbewerber, sagt der Bürgermeister weiter. "Das Grundgesetz bietet den Menschen Schutz, die in Deutschland politisches Asyl beantragen. Auch Pankow ist zunehmend Zufluchtsort. Wir werden sie willkommen heißen, wie in der Vergangenheit schon vielfach bewährt", erklärt Matthias Köhne.


Bernd Wähner / BW
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