Mehr Platz und mehr Fahrten: Die BVG baut die Gleisanlagen der Straßenbahn M1 aus

Pankow. Wer derzeit mit der Straßenbahnlinie M1 durch Pankow fahren möchte, ist genervt. Immer wieder gibt es Baustellen und Schienenersatzverkehr.

Doch ein Ende sei in Sicht, teilt die BVG mit. „Ab Mitte Dezember stockt die BVG das Angebot auf der viel genutzten Strecke von Mitte in den Pankower Norden deutlich auf“, teilt BVG-Pressesprecherin Petra Reetz mit. „Es kommen dann größere Züge zum Einsatz, die in den Hauptverkehrszeiten außerdem häufiger fahren.“ Damit auch alles wie geplant rollen kann, müssen auf einigen Streckenabschnitten aber vorher die Bauarbeiter ran. Bereits seit Anfang September wird deshalb auf der Dietzgenstraße und der Schillerstraße gebaut. Weiterhin fanden Ende Oktober für einige Tage Bauarbeiten auf der Berliner Straße sowie auf der Breiten Straße statt. Dafür mussten die Straßenbahnlinien M1 und 50 für einige Tage unterbrochen werden. Als Ersatz fuhren Busse.

Ziel dieser Arbeiten ist es, die Gleisanlagen auf den Einsatz der größeren Züge vorzubereiten. Künftig sollen nämlich Straßenbahnen des Typs Flexity F8 mit einer Fahrzeuglänge von 40 Metern eingesetzt werden. Diese verfügen im Gegensatz zu den derzeit auf der M1 eingesetzten Straßenbahnen über viel mehr Platz.

Taktverdichtung geplant

In einem 7,5-Minuten-Takt sollen die Bahnen der M1 ab dem Fahrplanwechsel im Dezember werktags von 6 bis 20 Uhr zwischen Mitte und Pastor-Niemöller-Platz fahren. Ab Pastor Niemöller-Platz teilt sich die Linie M1. Der eine Streckenast führt nach Rosenthal Nord, der andere zur Schillerstraße in Niederschönhausen. Bisher werden beide Äste jeweils im 20-Minuten-Takt befahren. Zum Fahrplanwechsel wird dieser Takt auf 15 Minuten verkürzt.

Diese Taktverkürzung ist mehr als überfällig. Nach Rosenthal und Niederschönhausen zogen in den vergangenen Jahren Tausende Menschen. Bisher hielt der Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs mit diesem Zuzug nicht Schritt. Deshalb hoffen viele Pankower, dass diese Taktverdichtung nur ein erster Schritt ist. Sie wünschen sich auch eine Taktverdichtung im Busverkehr und einen Ausbau des Busliniennetzes. BW
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