Mit Geduld unterwegs: An Autobahn, Bundestraße und Bahntrasse wird zeitgleich gebaut

Pankow. Ab der zweiten Jahreshälfte wird Autofahrern im Pankower Norden noch mehr Geduld als bisher abverlangt. Auf Fahrbahnen und Gleisen wird es neue Baustellen geben.

Aber nicht nur die motorisierten Verkehrsteilnehmer müssen sich auf längere Warte- und Fahrzeiten einstellen, auch wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, muss sich auf einiges gefasst machen. Ein Nadelöhr gibt es bereits an der Löffelbrücke. Dort wird seit April gebaut. Doch es wird noch ärger. Zusätzlich finden demnächst Sanierungsarbeiten auf der A114 statt. Weiterhin wird die Bundesstraße 2 in Malchow erneuert. Und im Herbst beginnen Bauarbeiten am Karower Kreuz. Dann wird wochenlang der S-Bahnverkehr der Linien S2 und S8 unterbrochen.

Die Senatsverkehrsverwaltung versuche auf der A114 zumindest den Autoverkehr mit einer Spur in jede Richtung aufrechtzuerhalten, informiert deren Staatssekretär Stefan Tidow (Bündnis 90/Die Grünen) auf Anfrage des Pankower Abgeordneten Dennis Buchner (SPD). Und weiter: „Während der Bauzeit der Baumaßnahme B2 wird der Verkehr in Richtung Süden durch die Dorfstraße umgeleitet. Nach Norden muss über die Rennbahnstraße, Romain-Rolland-Straße, Blankenburger Straße, Heinersdorfer Straße und zuletzt über den Blankenburger Pflasterweg zurück zur B2 gefahren werden“, so Stefan Tidow.

Die Unterbrechung des S-Bahnverkehrs zwischen Pankow und Buch soll indes mit Ersatzbussen aufgefangen werden. Noch sind die Detailabstimmungen nicht abgeschlossen. In Erwägung gezogen wird zum Beispiel eine Expressbuslinie S2 zwischen Pankow und Karow, die über die A114 ohne Halt für durchfahrende Fahrgäste eingesetzt wird. Und natürlich soll es auch einen „normalen“ Ersatzbus mit Zwischenhalts geben. Allerdings ist der zur Verfügung stehende Platz auf den Straßen im Pankower Norden begrenzt. Und in den Hauptverkehrszeiten kommen Busse in den schon so verstopften Straßen nur langsam voran.

Dass Straßen, Brücken und Gleisanlagen erneuert werden müssen, ist unbestritten. Über die Jahre hat sich hier ein Sanierungsstau angesammelt. Aber: „Das gleichzeitige Sanieren wichtiger Infrastruktureinrichtungen halte ich für sehr bedenklich“, sagt Dennis Buchner. BW
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.