Verordnete fordern vom Senat mehr Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr

Pankow. Das Bevölkerungswachstum in Pankow ist rasant. Hält die Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs damit Schritt?

Mit dieser Frage beschäftigte sich der Verkehrsausschuss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Prognosen gehen davon aus, dass die Anzahl der Pankower bis zum Jahre 2030 um etwa 62 000 Menschen zunimmt. Bereits jetzt ziehen jeden Monat etwa 600 bis 700 Menschen hierher. Zwar entstehen viele neue Häuser, aber die Verkehrsinfrastruktur wurde bisher nicht weiter ausgebaut. Deshalb fordert die SPD-Fraktion in der BVV, dass in der demnächst anstehenden Fortschreibung des Stadtentwicklungsplans Verkehr für Pankow eine Optimierung des öffentlichen Nahverkehrs festgeschrieben werden muss.

Vor allem städtische Randgebiete müssten besser erschlossen werden, so der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Gregor Kijora. „Die stetige Verdichtung durch Wohnungsbau führte dazu, dass sich diese inzwischen zu einwohnerstarken Stadtteilen entwickelt haben.“ Vor allem außerhalb des S-Bahn-Rings hinke das öffentliche Nahverkehrsangebot der Nachfrage stark hinterher, meint Kijora.

Von Pasedagplatz bis nach Rosenthal

Ideen für den Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs im Bezirk gibt es bereits. So bekräftigte der Verkehrsausschuss auf seiner jüngsten Sitzung zum Beispiel, dass er an der Idee einer neuen Straßenbahnlinie 54 festhalte. Diese sollte vom Pasedagplatz in Weißensee über Heinersdorf sowie das neu entstehende Quartier Pankower Tor bis nach Rosenthal fahren.

Das vom Senat geplante Wohngebiet auf der Elisabethaue könnte indes mit Verlängerungen der Straßenbahnlinien 50 und M1 erschlossen werden. Weiterhin gibt es die Idee, die Linie M2, die bisher vom Alexanderplatz bis Heinersdorf fährt, bis an den Blankenburger Pflasterweg zu verlängern, wenn dort ein neues Wohngebiet entsteht.

Aber nicht nur in den Randgebieten von Pankow muss sich in puncto ÖPNV etwas tun. Hunderte neue Wohnungen sollen nach Vorstellungen des Senats auch entlang der Michelangelostraße in Prenzlauer Berg entstehen. Auch dort müsste sich einiges tun. Dafür, dass der ÖPNV in Pankow leistungsstärker wird, soll sich nun das Bezirksamt gegenüber dem Senat bei der Fortschreibung des Stadtentwicklungsplanes Verkehr einsetzen. Das beschlossen die Verordneten. BW
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