Neun Aktive engagieren sich in der IG Alt-Pankow für ein attraktiveres Pankower Zentrum

Stephanie Draack und Brigitte Himmelsbach vom Vorstand der IG Alt-Pankow. | Foto: Bernd Wähner
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Pankow. Was wäre Berlin ohne lebendige Einkaufsstraßen und attraktive Geschäfte? Doch der Wandel im Handel hinterlässt Spuren. Damit der lokale Einzelhandel eine Zukunft hat, engagieren sich zahlreiche Geschäftsleute. Was sie tun, stellt die Berliner Woche im Rahmen der Aktion „Das geht uns alle an!“ vor.

Die Interessengemeinschaft Alt-Pankow engagiert sich seit nunmehr zehn Jahren dafür, dass es mit Einzelhandel und Gewerbe in der Berliner Straße, der Ossietzkystraße und der Breiten Straße aufwärts geht. „Wir schlossen uns 2006 eigentlich in einer Notsituation zusammen“, erinnert sich Stephanie Draack. Die Rechtsanwältin ist die Vorsitzende der Interessengemeinschaft (IG). Seinerzeit stand fest, dass umfangreiche Bauarbeiten auf der Berliner Straße stattfinden sollten. Außerdem wurde der fahrradfreundliche Umbau der Ossietzkystraße geplant. „Einerseits befürchteten Ladeninhaber und Gewerbetreibende Umsatzeinbußen, andererseits wünschte sich das Bezirksamt einen Ansprechpartner, der alle Anlieger vertritt“, so Stephanie Draack. Anfangs war die Begeisterung nicht sonderlich groß. Aber das Bezirksamt initiierte ein Geschäftsstraßenmanagement unter Federführung des Büros Jahn, Mack und Partner. Das unterstützte den Aufbau der Interessengemeinschaft.

Allen Beteiligten war klar, dass die Berliner Straße zwischen S-Bahn-Brücke und Breiter Straße attraktiver werden musste. Stephanie Draack: „Es gab viel Leerstand. Da musste sich was tun. So begannen wir, gemeinsam Ideen für die Straßen zu entwickeln.“ Eine dieser Ideen war ein „Traumboulevard“. Im Juni 2009 verwandelten Einzelhändler und Gewerbetreibenden die Berliner und die Ossietzkystraße für ein Wochenende in eine Veranstaltungsmeile mit Musik, offenen Läden und abendlichen Lichtinstallationen. Die Aktion war ein voller Erfolg. Sie zeigte den Teilnehmern, was man erreichen kann, wenn man zusammenhält.

Eine weitere Aktion ist die Installation einer Weihnachtsbeleuchtung. Berliner, Breite und Ossietzkystraße erstrahlen seit einigen Jahren in festlichem Licht. Die Idee fanden alle von Anfang an gut. Allerdings ist es immer wieder schwierig, die nötige Finanzierung aufzubringen. „Viele Pankower denken ja, dass diese Beleuchtung vom Bezirksamt organisiert wird“, sagt Brigitte Himmelsbauch vom Vorstand der IG. Aber sie ist nur möglich, weil die IG jedes Jahr die Kosten über Spenden zusammenbekommt.

„Ob in der Vorweihnachtszeit 2016 das Pankower Zentrum wieder und vielleicht sogar in noch mehr Lichterglanz erstrahlen wird, hängt von den noch eingehenden Spenden ab“, sagt Himmelsbach. Fest steht allerdings, dass es in diesem Jahr wieder einen Lebendigen Adventskalender geben wird. Diese von Jahr zu Jahr beliebter werdende Aktion organisiert die IG gemeinsam mit der Freien evangelischen Gemeinde Pankow und dem Medienprofi Christian Gröschel. Sie sorgt in der Adventszeit für eine Belebung des Pankower Zentrums und wirkt nicht zuletzt verkaufsfördernd. Während sich am Adventskalender inzwischen etwa 30 Akteure beteiligen, gehören leider nur neun Akteure zum harten Kern der IG. Weil alle ehrenamtlich tätig seien, werde derzeit über eine neue Struktur nachgedacht, sagt Stephanie Draack.

Mit der Entwicklung im Pankower Zentrum ist die Vorsitzende der IG weitgehend zufrieden. „Wir haben auf der Berliner Straße keinen Leerstand mehr. Das trifft auch auf die Ossietzkystraße zu“, sagt Stephanie Draack. „Für die Breite Straße wünschen wir uns vor allem, dass sich endlich auf dem früheren Kaufhallengrundstück etwas tut.“ BW

Weitere Informationen im Internet auf www.ig-alt-pankow.de.
Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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