Howoge kauft Studentendorf: Anlage wird bis Frühjahr 2018 erweitert

Das Studentenquartier an der Eichbuschallee soll um 260 Wohnungen erweitert werden. (Foto: Howoge/Süß)

Plänterwald. Die kommunale Wohnungsbaugesellschaft Howoge hat mit der Weiterentwicklung eines modularen Quartiers für mehr als 400 Studenten und Auszubildende in der Eichbuschallee begonnen.

Der erste Bauabschnitt mit 110 bewohnten Apartments wurde ab 2014 teilweise noch aus ehemaligen Schiffscontainern errichtet. Bereits Anfang dieses Jahres hatte die Howoge diese Einheiten vom einstigen Investor erworben und in ihren Bestand integriert. Weitere 260 Apartments werden jetzt auf dem rund 11 000 Quadratmeter großen Areal in Modulbauweise errichtet und im Frühjahr 2018 fertiggestellt. Die Bestandsgebäude umfassen 88 Single-Apartments mit je 25 Quadratmetern und 22 Doppel-Apartments mit rund 52 Quadratmetern Wohnfläche. Alle Wohnungen bieten eine Pantryküche sowie ein Bad mit Dusche. Sie sind komplett möbliert und werden zu einer Pauschalmiete inklusive Nebenkosten, Strom, TV-Anschluss und Hochgeschwindigkeitsinternet von 442 Euro pro Person vermietet. Waschmaschinen und Trockner können in Gemeinschaftsräumen genutzt werden.

Beete und Beachvolleyball

Beim Bau der weiteren 260 Module verzichtet man nun auf den Einsatz von Schiffscontainern. Sie werden im Werk auf Stahlrahmen montiert und dann vor Ort aufgebaut. Für die Außenhülle wird auch wie bereits bei den Containern wetterfester Corten-Stahl mit seiner charakteristischen rostigen Oberfläche verwendet. Die Erschließung des Neubauteils erfolgt auch wie bereits im ersten Bauabschnitt über Außentreppen, Brücken und Terrassen. Strom und Wärme für die nach Fertigstellung 2018 dann 370 Studentenwohnungen kommt vom eigenen Blockheizkraftwerk, das Regenwasser wird auf dem Grundstück versickert. Außerdem gibt es eine Außenanlage mit Hochbeeten, Sitzmöglichkeiten und einem Beachvolleyballfeld.

Auf dem Grundstück befanden sich bis vor einigen Jahren die Baracken der Außenstelle des DDR-Ministeriums für Leichtindustrie. Die waren mehrfach in Flammen aufgegangen, die Ruinen hatten Anwohner mehrere Jahre verärgert.

Die Idee zu der Wohnanlage stammt von dem Zehlendorfer Immobilienunternehmer Jörg Duske, er hatte sich ähnliche Wohnanlagen in Amsterdam zum Vorbild genommen.RD
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.