C. U. Wiesner ist tot

C. U. Wiesner 2012 im Berliner Spreepark. (Foto: Ralf Drescher)

Plänterwald. Der Plänterwald war zwar nicht sein zweites Zuhause, jedoch kam er gern hierher. Hatte C. U. Wiesner doch mit „Spuk unterm Riesenrad“ die Vorlage für einen Fernsehfilm geliefert, der den heutigen Spreepark bekannt machte.

Vermutlich am 24. Oktober ist er in seinem Haus in Wandlitzer Ortsteil Klosterfelde verstorben. Sein Leichnam wurde erst eine Woche später durch Zufall entdeckt.

Claus Ulrich Wiesner, der Ende der 50er-Jahre als Lektor beim Eulenspiegel-Verlag tätig war, machte sich ab 1964 als freischaffender Schriftsteller und Drehbuchautor einen Namen. Ab 1979 lief die nach seiner Vorlage gedrehte Serie „Spuk unterm Riesenrad“ im Fernsehen. Dafür wurde im damaligen Kulturpark Plänterwald gedreht. Später gab es noch "Spuk im Hochhaus" und "Spuk von draußen".

Vor einigen Jahren gab es dann ein Remake. Der „Spuk unterm Riesenrad“ kehrte 2012 in den Plänterwald zurück. C. U. Wiesner hatte die Schirmherrschaft für eine Theaterversion seines Stücks übernommen und war selbst bei der Präsentation dabei. Wegen des großen Erfolgs wurde das Stück noch einmal 2013 an gleicher Stelle gezeigt, rund 7000 Besucher sahen „Spuk unterm Riesenrad“ noch einmal zur großen Freude des Autors.

Wiesner, dessen Frau bereits seit zwei Jahren nicht mehr lebt, soll einsam in seinem Haus gestorben sein. Er wird nun auf dem Friedhof im brandenburgischen Klosterfelde seine letzte Ruhe finden. RD
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