Anwohner und Planer diskutieren über Rahmenbedingungen zur Michelangelostraße

Wie sollte das geplante Wohngebiet an der Michelangelostraße aussehen? Welche Prämissen sollten bei der weiteren Planung berücksichtigt werden?

Um diese und ähnliche Fragen ging es bei einer Themenrunde. Sie fand im Rahmen des Beteiligungsverfahrens zum städtebaulichen Entwurf Michelangelostraße statt.

Fünf Themenrunden gibt es bis in den Januar. Verantwortlich für die Begleitung dieses Prozesses ist im Auftrag des Landes Berlin die raumplaner GmbH. Die Themenrunden finden, damit man überhaupt zu Ergebnissen kommen kann, mit einem überschaubaren Personenkreis statt. Zu diesem gehören vor allem auch Vertreter, die die Anwohnerschaft entsandte.

Der Senat sah Potenzial für den Bau von etwa 1500 Wohnungen. Die Anwohner wollen eine vertragliche Bebauung mit weniger Wohnungen und einen überarbeiteten städtebaulichen Entwurf. Bei der Themenrunde zum „Wohnen“ verständigten sich die Teilnehmer darauf, dass an der Michelangelostraße ein neues Wohnviertel für alle entstehen soll. Das heißt, es soll Wohnen für alle Generationen und unterschiedliche Lebensformen ermöglicht werden. So müssten Barrierefreiheit sowie unterschiedliche Wohnungsaufteilungen und -größen Bewohnern ermöglichen, möglichst lange selbständig zu leben. Die geplante Bebauung gebe ansässigen Genossenschaften die Möglichkeit, ihren Bestand bedarfsgerecht zu ergänzen, fassten die Teilnehmer der Runde in einer gemeinsamen Erklärung zusammen.

Des Weiteren soll das künftige Wohnviertel inklusiv gestaltet sein und Wohnraum für Menschen mit Behinderungen vorsehen. Ein weiteres Ziel ist es, landeseigene Flächen zu nutzen, um sicheren und kostengünstigen Wohnraum zu schaffen. Dazu könnten auch umweltgerechte und kosteneffiziente Materialien einen wichtigen Beitrag leisten.

Die Bestandsbebauung im Umfeld soll behutsam erweitert werden, ohne dass diese umfassende Beeinträchtigungen erfährt. Beim Neubau sollte eine offene, durchlässige Bebauung gewählt werden, durch die keine langen Blöcke und Hinterhöfe entstehen.

Am 14. Dezember findet eine Themenrunde zu „Ökologie/ Klima/ Freiraum“ sowie am 11. Januar zu „Gewerbe/soziale Infrastruktur“ statt. Informationen auf http://asurl.de/13bg.
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