Kaufhalle könnte zur Aula werden: Waldorfschule ist am Gebäude interessiert

Der Flachbau sieht inzwischen arg ramponiert aus. (Foto: Bernd Wähner)

Prenzlauer Berg. Seit nunmehr zehn Jahren steht das Gebäude der einstigen Kaufhalle in der Gürtelstraße 31 leer.

Inzwischen ist die Fassade mit Graffiti beschmiert. Wildwuchs bricht sich seine Bahn, und unmittelbar neben dem Gebäude parken Fahrzeuge. Über viele Jahre wurde das Gebäude als Markt zur Nahversorgung der umliegenden Wohngegend genutzt. Im Frühjahr 2007 stieg der damalige Mieter aus seinem Vertrag mit der Verwalterin der Immobilie, der TLG Treuhandliegenschaftsgesellschaft, aus. Der Markt wurde dann zwar ausgeschrieben, aber es fand sich kein neuer Interessent.

Inzwischen befindet sich die Immobilie im Treuhandvermögen des Liegenschaftsfonds des Landes Berlin und wird durch die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH verwaltet. Darüber informierte Stadtentwicklungsstadtrat Vollrad Kuhn (Bündnis 90/Die Grünen). Doch was passiert nun mit diesem Gebäude? „Die Freie Waldorfschule am Prenzlauer Berg hat sich 2015 um das Grundstück Gürtelstraße 31 beworben“, so Kuhn. „Der Träger hat die Absicht, das Gebäude als Schulaula mit anliegenden Fachräumen für die Oberstufe umzubauen.“

Das Bezirksamt habe das Anliegen des Trägers unterstützt und dies mit dem bestehenden Bedarf an zusätzlichen Schulräumen begründet, so Kuhn weiter. Im August 2015 habe der Steuerungsausschuss Liegenschaftsfonds dann dem Vorschlag des Bezirkes zur Direktvergabe an die Schule zugestimmt. Der Kaufvertrag konnte bisher aufgrund bestehender vermögensrechtlicher Ansprüche zu einem Nachbargrundstück noch nicht geschlossen werden. „Nach Rücksprache mit dem Träger besteht die Planung aber fort.“ Diesen Sachstand bestätigt auch BIM-Pressesprecher Christian Breitkreutz auf Anfrage der Berliner Woche. BW
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