Machbarkeitsstudie zum Sportpark schlägt umfangreiche Bauarbeiten vor

Der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark soll rundum erneuert werden. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. Der Senat will den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark komplett sanieren und umbauen. Grundlage sind die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie, die kürzlich vor Ort Vertretern von Sportvereinen und weiteren Interessierten vorgestellt wurde.

Berlins Sportstaatssekretär Andreas Statzkowski (CDU) betont, dass die Anlage für die Olympischen und Paralympischen Spiele genutzt werden könnte. Der Umbau wird aber auch dann erfolgen, wenn Berlin nicht den Zuschlag erhalten sollte.

Der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark ist über viele Jahre stark vernachlässigt worden, schätzt Statzkowski ein. Deshalb gibt es enormen Sanierungsbedarf. Das einzige größere Projekt der vergangenen Jahre war der Bau des Funktionsgebäudes, das 2012 eröffnete. Das wird laut Studie wohl auch das einzige Objekt sein, das im Zuge der Baumaßnahmen nicht angefasst wird.

Die Machbarkeitsstudie wurde vom Büro Sport concept im Auftrag des Senats angefertigt. Das führte Gespräche mit den Vereinen, die die Anlage nutzen, den Sportämtern von Pankow und Mitte, Sportfachverbänden, Bezirks- und dem Landesportbund sowie weiteren Akteuren. Aus deren Nutzungsvorstellungen wurde ein Maßnahmenkonzept zusammengestellt.

Unter anderem ist vorgesehen, dass die Anlage zu einem Beispielprojekt für den Berliner Inklusionssport wird. Alle Umbauten sollen barrierefrei erfolgen. Weiterhin soll das große Stadion bundesligatauglich werden. Dort könnten auch Vorrundenspiele des olympischen Fußballturniers und des Rugbyturniers stattfinden.

Außerdem sollen neue Spielfelder für den Vereins- und Breitensport entstehen. Unter anderem sind Tennis-, Beachvolleyball- und Hockeyfelder geplant. Ebenfalls geplant ist ein Neubau für die Büros von Vereinen und Verbänden sowie für Fitness- und Gymnastikräume. Ein Parkhaus soll die prekäre Parkplatzsituation im Umfeld entspannen. Angedacht ist auch der Bau einer Sport-Kita. Dazu gibt es noch Abstimmungsbedarf mit dem Bezirksamt und mit Vereinen. Umgesetzt werden sollen die Pläne in sechs Bauabschnitten. Kalkuliert ist ein Kostenrahmen von etwa 130 Millionen Euro. Ob die wirklich in das Gesamtvorhaben fließen werden, hat das Abgeordnetenhaus zu entscheiden. Nach Stand der Dinge könnte frühestens 2018 Baubeginn sein. Bis die Planungen konkreter werden, sind weitere Gesprächs-runden mit Beteiligten und Anliegern geplant.

Bereits in diesem Jahr fließen aber etwa 2,5 Millionen Euro in den Friedrich-Ludwig-Jahnsportpark. Zum einen werden notwendige Erneuerungen an technischen Anlagen vorgenommen. Zum anderen entschied die UEFA, dass das Champions-League-Finale der Frauen am 14. Mai dort stattfinden soll. Deshalb werden das Tribünengebäude und das Stadion gemäß den Anforderungen ertüchtigt, heißt es aus der Senatsverwaltung für Inneres und Sport.


Bernd Wähner / BW
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