Märchenschloss zum Klettern: Spielplatz im Ernst-Thälmann-Park wiedereröffnet

Nach langer Bauzeit wurde der Spielplatz im Ernst-Thälmann-Park wieder eröffnet. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Ernst-Thälmann-Park |

Prenzlauer Berg. Mancher hatte die Hoffnung schon aufgegeben, dass der Spielplatz im Ernst-Thälmann-Park tatsächlich wieder aufgebaut wird. Doch jetzt eröffnete Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen) ihn unter reger Anteilnahme von Kindern aus umliegenden Kitas.

Vor vier Jahren waren die alten Spielgeräte auf der Fläche des Hochplateaus hinter dem Thälmann-Denkmal abgebaut worden. Sie waren inzwischen zu marode. Viele Anwohner gingen davon aus, dass rasch neue Spielgeräte aufgebaut werden. Doch lange Zeit tat sich nichts.

Den Grund dafür erklärte Kirchner zur Wiedereröffnung den kleinen Nutzern ganz kindgerecht: „Wir fanden im Sand giftige Stoffe. Davon kann man sehr krank werden. Weil wir euch schützen wollten, mussten wir den Sand austauschen. Das ging aber nicht so einfach und so schnell, wie wir uns das dachten.“

Auf dem Areal des Gaswerks errichtet

Der Spielplatz entstand wie das gesamte Viertel auf der Fläche des früheren Gaswerks an der Danziger Straße. Bei der Errichtung des Quartiers wurden wie damals üblich Schadstoffe und die mit ihnen verbundenen Risiken nur wenig beachtet. Nach der Sperrung des Spielplatzes untersuchte das Umwelt- und Naturschutzamt den Boden. Dabei wurden deutlich erhöhte Schadstoffgehalte festgestellt. Hauptsächlich wurden neben Benzol und Naphthalin Polycyclische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Cyanide nachgewiesen. Der giftige Boden musste danach bis zu einer Tiefe von 1,5 Metern ausgehoben und fachgerecht entsorgt werden. Danach konnte die Anlage wieder nach und nach aufgebaut werden.

Der neue Spielplatz ist nun nach dem Geschmack der Kinder. Dort können sie auf einem Märchenschloss herumklettern. Es gibt zwei Schaukeln, eine riesige Hängematte und sogar Pferde aus Holz. Für die Sanierung des Spielplatzes, die Entsorgung des Bodens sowie den Aufbau der Spielgeräte sind etwa 400 000 Euro ausgegeben worden. Diese stellte der Senat aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost zur Verfügung. BW
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