Mehr Raum für die Lehre: Auf dem Pfefferberg entsteht bis April ein Bildungshaus

Projektsteuerer Erik Schmierbach vor der Baustelle des Hauses 12:Ende April soll das neue Bildungshaus auf dem Pfefferberg fertig sein. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Pfefferberg |

Prenzlauer Berg. Auf dem Pfefferberg dreht sich wieder ein Kran. Auf einer Baufläche im Hof wird das Vorhaben „Bildungshaus“ umgesetzt.

Das weitläufige Areal in der Schönhauser Allee 176 gehört der Stiftung Pfefferwerk. Sie fungiert als Verpächter der Flächen. Mit den Einnahmen finanziert sie gemeinnützige Projekte. Auf dem Gelände standen einst 21 Gebäude. Manche waren so marode, dass sie abgerissen werden mussten. Fast alle Flächen sind inzwischen wieder bebaut und die noch bestehenden historischen Bauten saniert worden.

Die hervorragende Lage sorgte dafür, dass man nicht lange nach Pächtern suchen musste. So siedelten sich in den vergangenen Jahren Galerien, Gastronomie und das Pfefferberg-Theater an. Im Herzen des Ensembles hat die gemeinnützige Pfefferwerk Stadtkultur GmbH ihren Sitz.

Wichtiger Ausbilder

Zu dieser taten sich 1991 engagierte Prenzlauer Berger zusammen, die die verfallene Brauerei zu einem soziokulturellen Zentrum ausbauen wollten. Heute ist die Pfefferwerk Stadtkultur eine Tochter der Pfefferwerk-Stiftung und betreibt inzwischen 17 Kitas, ist in der Jugendhilfe tätig und engagiert sich in der Berufsausbildung. Unter anderem bildet sie in den Bereichen Gastronomie, Medien, IT und Veranstaltungstechnik aus. Dafür braucht der freie Träger immer mehr Raum. Auch die Senatswirtschaftsverwaltung wünscht sich, dass die Pfefferwerk Stadtkultur weitere Ausbildungsplätze schafft. So kam man mit dem Senat überein, dass für die Ausbildung ein Neubau errichtet werden soll. „Der Neubau entsteht nun als Haus 12 auf einer der letzten noch freien Flächen auf dem Pfefferberg“, sagt Erik Schmierbach. In seinen Händen liegt die Projektsteuerung für das neue Bildungshaus.

Errichtet wird der Neubau in Kooperation von Pfefferwerk Stadtkultur, dem Weiterbildungsträger WeTeK Berlin sowie der Pfefferwerk Aktiengesellschaft. Entstehen soll eine inklusive außerbetriebliche Bildungsstätte.

Praxisnah und inklusiv

„Der Schwerpunkt wird die praxisnahe Ausbildung junger Menschen in Medien- und IT-Berufen im Verbund mit kleinen und mittleren Unternehmen sein“, so Schmierbach. Neben der Verbundausbildung finden auch Berufsorientierungs-, Berufsvorbereitungs- und Berufsausbildungsprojekte mit jungen Menschen mit Benachteiligungen oder besonderem Förderbedarf statt. Für all diese Ausbildungsbereiche werden vier der sechs Etagen des Neubaus eingerichtet.

In einer weiteren Etage eröffnet die WeTeK eine Erzieherfachschule. In dieser werden junge Erwachsene, Wiedereinsteigerinnen und Menschen mit Migrationshintergrund berufsbegleitend zum Erzieher ausgebildet. In der verbleibenden Etage entstehen schließlich Büros.

Bis Ende April sollen in den Neubau 6,3 Millionen Euro investiert werden. Neben einem Eigenanteil fließen in das Bauprojekt Kofinanzierungsmittel der Senatswirtschaftsverwaltung aus dem Programm „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“. BW

Weitere Informationen gibt es auf www.pfefferberg.de.
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