Plattenbau auf dem Campus der Tesla-Schule weicht einem Modulgebäude

Die alte Plattenbauschule an der Conrad-Blenkle-Straße soll bis Frühjahr abgerissen werden. Dort soll ein MEB entstehen. (Foto: Bernd Wähner)
 
Die alte Plattenbauschule an der Conrad-Blenkle-Straße soll bis zum Frühjahr abgerissen werden. (Foto: Bernd Wähner)

Prenzlauer Berg. Bis spätestens im April soll das bisherige Plattenbauschulgebäude in der Conrad-Blenkle-Straße 52 abgerissen sein. An seiner Stelle soll für die Tesla-Gemeinschaftsschule ein Modularer Ergänzungsbau (MEB) entstehen.

Das gab Schulstadträtin Lioba Zürn-Kasztantowicz (SPD) auf der jüngsten Sitzung des Schulausschusses der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) bekannt. Das Fertigteilschulhaus wird voraussichtlich ab kommendem Sommer aufgebaut. Der geplante MEB wird 24 Klassen- sowie 24 kleinere Räume haben. In jedem Stockwerk gibt es Sanitärräume und ein behindertengerechtes WC. Auch ein Fahrstuhl gehört zur Ausstattung. „Wir hoffen, dass der MEB zum Beginn des Schuljahres 2017/18 fertig ist. Dann können die Grundschüler der Tesla-Gemeinschaftsschule, die bisher im früheren Sportgymnasium ganz in der Nähe unterrichtet werden, endlich auf den Campus der Tesla-Schule umziehen“, erklärt die Stadträtin.

Zweite Gemeinschaftsschule des Bezirks

Die Neustrukturierung dieses Campus schien sich schon zu einer Endlos-Geschichte auszuweiten. Die Tesla-Realschule hatte ihren Sitz seit Anfang der 90er-Jahre an der Rudi-Arndt-Straße. Gemeinsam mit dem Bezirk und dem Senat wurde entscheiden, dass sie 2012 zur zweiten Gemeinschaftsschule des Bezirks wird. Dort werden Schüler von der Klassenstufe eins bis zehn unterrichtet, ohne dass sie die Schule wechseln müssen.

Geplant war, den Campus der Schule rasch zu erweitern und auszubauen. Das frühere Schulhaus an der Conrad-Blenkle-Straße und dessen Freiflächen sollten mit dem bestehenden Schulgelände zu einem Campus verschmelzen. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung veranstaltete einen Architektenwettbewerb. Sogar die Preisträger wurden schon gekürt.

Den ursprünglichen Planungen zufolge sollte der Plattenbau saniert werden. Weiterhin sollte die alte Sporthalle auf dem Campus abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Schließlich war eine Neugestaltung der Pausen- sowie sonstiger Freiflächen geplant.

Doch in den vergangenen drei Jahren kam bei diesem Vorhaben wenig voran. Das Geld, das der Senat zur Umsetzung der Pläne zur Verfügung stellen wollte, reichte hinten und vorne nicht. Die Verhandlungen zwischen Bezirksamt und Landesregierung zogen sich in die Länge. Nun kann der Bezirk zumindest einen Schritt weiter gehen. Das muss er auch. Alle Beteiligten stehen jetzt nämlich unter Zeitdruck.

Unter Zeitdruck

Im Gebäude des früheren Sportgymnasiums soll nämlich ein neues, sportorientiertes Gymnasium mit einem Ganztagsbetrieb gegründet werden. Deshalb sind für die Grundschüler endlich Räume auf dem Tesla-Campus zu schaffen. Weil eine Sanierung des alten Plattenbaus zu zeit- und kostenintensiv ist, entschieden sich Senat und Bezirk für einen Abriss und den Aufbau des MEB.

Diese Entscheidung rief zunächst Kritik bei Eltern und Lehrern hervor. „Ich führte inzwischen aber ein Gespräch mit Elternvertretern und Vertretern von Schulleitung und Hort“, so die Stadträtin. Sie erläuterte, dass auf dem Campus ein MEB der dritten Generation entstehen wird. Dabei handelt es sich um ein hochmodernes Gebäude, das im Innern viel Flexibilität zulässt. Noch ist aber nicht klar, wann genau und in welcher Größe die Sporthalle gebaut wird. Nach Stand der Dinge werden wohl drei Sporthallenteile, eine Mensa und der neue Arbeitslehrebereich in einem gemeinsamen Neubau entstehen. Dafür sind allerdings erst die Vorplanungen im Gange. Unklar ist auch noch, wie die Essenversorgung an der Schule bis zum Bau der Mensa gelöst wird, gesteht die Stadträtin. BW
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