Wohnungen und Supermarkt entstehen in der Baulücke Prenzlauer Allee 44

An der Prenzlauer Allee 44 werden jetzt drei Wohnhäuser, ein Supermarkt und Tiefgaragenplätze gebaut. (Foto: Bernd Wähner)

Prenzlauer Berg. An der Prenzlauer Allee 44 dreht sich endlich ein Kran. In dieser Baulücke entstehen in drei Neubauten Wohnungen und ein Supermarkt.

Die Entwicklung dieses Grundstücks war viele Jahre lang unsicher. Auf dem etwa 2500 Quadratmeter großen Gelände stand bis Mitte 2003 ein Norma-Supermarkt. Dann erwarb Lidl die Fläche. Das Handelsunternehmen wollte zügig einen zweigeschossigen Neubau mit 700 Quadratmeter Verkaufsfläche im Erdgeschoss und einem überdachten Parkdeck errichten. In der Bezirkspolitik sah man allerdings zwei Probleme: Zum einen müssten Autofahrer, die zum neuen Markt wollen, den Radweg sowie den Fußweg an der Prenzlauer Allee überqueren. Man prognostizierte Konflikte. Zum anderen befindet sich hinter dem seinerzeit geplanten Parkdeck der Stadtplatz Marie, die einzige große Grünfläche in diesem Gebiet. Mit der Ruhe und der sauberen Luft auf dem Stadtplatz wäre es vorbei, wenn ständig Autos auf das Parkdeck führen, argumentierte damals der Bezirk.

Das Bauvorhaben wurde auf Eis gelegt. Zwischenzeitlich gab es einen Eigentümerwechsel, und im Mai vergangenen Jahres teilte die Aberdeen Asset Management AG mit, dass sie einen Kaufvertrag mit der niederländischen Pro Delta Gruppe für die Immobilie abgeschlossen hat. Die Investmentfirma hat sie für ihren Immobilienspezialfonds erworben.

Danach ging es zügig mit neuen Planungen voran. Inzwischen dreht sich ein Kran auf dem Grundstück. Vorgesehen ist, dass 41 Wohnungen „des gehobenen Standards“ entstehen. Eines der Gebäude wird als Lückenschluss zur Prenzlauer Allee errichtet. Im Erdgeschoss entsteht auf etwa 1500 Quadratmetern ein Lidl-Markt. Die anderen beiden Gebäude stehen parallel zum Vorderhaus unmittelbar am Stadtplatz Marie.

Unter dem Neubaukomplex werden 48 Tiefgaragenplätze angelegt. Der Hof zwischen den Gebäuden wird begrünt. Vorgesehen ist, dass das Neubauprojekt bis Frühjahr 2017 fertig wird. Der Entwurf stammt vom Kreuzberger Büro Deluse-Architects. Auf dessen Internetseite http://asurl.de/12w2 ist auch eine Ansicht der künftigen Fassade zu sehen. BW
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