Ausgezeichneter Malerbetrieb von Ragnar Ach bildet weiter aus

David Ulm lernt bei Malermeister Ragnar Ach alles, was er für seinen Beruf braucht. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. Als im September die Pankower Ausbildungsoffensive 2014/15 gestartet wurde, gehörte er zu den Trägern des Pankower Ausbildungspreises: der Malerbetrieb von Ragnar Ach.

Der Malermeister wies dabei damals schon darauf hin: Gern würde er wieder einen Lehrling einstellen. Aber bislang fand sich kein geeigneter Bewerber. Die beiden, die er zum Vorstellungsgespräch eingeladen hatte, erschienen einfach nicht.

Dabei hätten sie die Chance gehabt, in einem traditionsreichen Betrieb zu lernen. Ach führt ihn in vierter Generation. Sein Urgroßvater hatte die Firma 1925 gegründet. Er selbst lernte ab 1983 bei einem Vater. Vor 15 Jahren übernahm der heute 48-Jährige den Betrieb.

Ihre Heimat hat die Firma mit ihren zehn Mitarbeitern in Prenzlauer Berg. Besonders viel arbeitet sie in der Denkmalpflege. Eine ihrer bekanntesten Baustellen war das Kronprinzenpalais in Mitte, dessen Außenanstrich Ach übernahm. Immer dabei waren Auszubildende.

Dass es nun keinen Lehrling geben sollte, ließ Ragnar Ach keine Ruhe. Unter anderem kam er bei seinen Bemühungen mit Jana Brinkmann in Kontakt. Sie leitet das Projekt "Koordinationsstelle Ausbildungspatenschaften" beim Verein "Arbeit und Bildung" im Bündnis für Wirtschaft und Arbeit Pankow.

Bei Jana Brinkmann stellte sich in dieser Zeit David Ulm vor. Der 17-Jährige hatte gerade seinen Realschulabschluss in der Tasche. "Als wir uns das erste Mal unterhielten, schwebte ihm Einzelhandelskaufmann vor", berichtet Brinkmann. "Ich empfahl ihm, sich rasch zu bewerben. Aber ich merkte bald, dass er von seinem Berufswunsch gar nicht so richtig überzeugt war." In Gesprächen stellte sich heraus, dass David eher handwerklich interessiert und talentiert ist. Jana Brinkmann stellte den Kontakt zu Ragnar Ach her - eine gute Entscheidung. "David ist Sportler, bringt also die für diesen Beruf nötige Fitness mit. Außerdem ist er ein ruhiger und höflicher junger Mann. Er passt auch menschlich zu uns. Alles andere, was man für den Beruf braucht, bringen wir ihm bei", sagt der Malermeister.

David Ulm ist ein Beispiel dafür, wie das Projekt "Koordinationsstelle Ausbildungspatenschaften" junge Leute beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützen kann. Wenn das nicht sofort klappt, bahnt Jana Brinkmann eine Ausbildungspatenschaft an. Bei den Paten handelt es sich um gestandene Erwachsene mit Berufserfahrung, die bei der Suche nach einer Lehrstellen helfen.

Interessenten an diesem Ehrenamt und junge Leute, die Hilfe brauchen, melden sich bei Jana Brinkmann unter 0157/57 21 85 35 oder jana.brinkmann@aub-berlin.de.
Bernd Wähner / BW
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.