Gunnar Kunz stellte Schülern sein neues Buch vor

Gunnar Kunz las in der Bibliothek am Wasserturm vor Siebtklässern aus seinem Buch "Lagunenrauner". (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. Jugendliche haben kaum noch Lust am Lesen und auf Literatur. Mit diesem Vorurteil räumt die Bibliothek am Wasserturm auf. Sie organisiert in der Prenzlauer Allee 227 immer wieder Lesungen und Gespräche mit Autoren für junge Leute.

Vor wenigen Tagen waren in der Bibliothek zwei siebte Klassen des Heinrich-Schliemann-Gymnasiums zu Gast. Für sie las Gunnar Kunz dem neuen Buch "Lagunenrauner". Kunz, Jahrgang 1961, arbeitete nach Abitur und Zivildienst 14 Jahre lang als Regieassistent. Er führte aber auch selbst Regie und war Dramaturg. 1997 verließ er das Theater, um fortan als freier Autor zu arbeiten. Er schreibt Bücher, Theaterstücke, Hörspiele und Liedtexte. Gelegentlich ist er auch als Cartoonist und Illustrator tätig. Mittlerweile hat er 40 Theaterstücke, vor allem für Kinder, veröffentlicht. Hinzu kommen mehrere Hörspiele und Romane, Kinderbücher sowie ein eigenwilliges Reisebuch über Schottland.

Sein Jugendroman "Lagunenrauner" entführt die Leser in ein fantastisches Venedig um das Jahr 1500. In der Lagunenstadt verschwindet plötzlich vieles im Wasser. Immer wieder taucht ein schwarzer Nebel auf. Er bringt eine tödliche Krankheit mit sich und versetzt die Menschen in Angst und Schrecken. Marco, der Sohn eines Glasbläsers, scheint der einzige zu sein, der Venedig zu retten vermag. Er kann mit dem Wasser reden und die Lubriche, die Fischmenschen, die in den unterirdischen Wasserströmen leben, herbeirufen. Doch der Junge verleugnet seine Gabe. Erst als Venedig kurz vor dem Untergang steht, bittet er gemeinsam mit seiner Freundin Chiara die Lubriche um Hilfe, ohne zu wissen, ob das was bringt.

Gunnar Kunz schrieb mit "Lagunenrauner" einen spannenden Roman. Die Schüler wollten vom Autor natürlich wissen, warum die Geschichte gerade in Venedig spielt. "Ich war bereits mehrfach in Venedig", sagt er. "Das ist eine sehr faszinierende Stadt. Als ich mich entschloss, das Buch zu schreiben, fuhr ich natürlich zu Recherchezwecken noch einmal hin." Gunnar Kunz brachte circa 800 Fotos mit. Die inspirierten ihn beim Schreiben. Als das Buch fertig war, fuhr er erneut hin um zu prüfen, ob alle Straßennamen, Platz- und Gebäudebeschreibungen auch korrekt sind. So erzählt der Autor eine fantastische Geschichte in einer sehr realen Stadt.

Weitere Informationen im Internet auf www.gunnarkunz.de.

Bernd Wähner / BW
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