Kinder helfen mit, in ihren Schulen Energie zu sparen

Richard Häusler von der stratum GmbH leitet im Auftrage des Bezirks das Projekt "Köpfchen statt Kohle". (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. Das Pankower Energieeinsparprojekt "Köpfchen statt Kohle" ist zu Beginn dieses Jahres bereits in 17 Schulen des Bezirks aktiv. Ziel des Projektes ist es, gemeinsam mit Schülern, Lehrern und Hausmeistern Möglichkeiten zu finden, den Energieverbrauch an Schulen zu senken.

Seit etwa fünf Jahren unterstützt die stratum GmbH die Schulen dabei im Auftrage des Bezirksamtes. Das Team um Projektleiter Richard Häusler hilft den Schulen unter anderem dabei, Energiemanager auszubilden und sie mit der Einzelraumsteuerung der Heizung vertraut zu machen. Außerdem gibt es immer wieder neue Anregungen, wo man Energie einsparen könnte.

So haben sich zum Beispiel Schüler der Klassenstufe fünf der Carl-Humann-Schule in den vergangenen Wochen eines neuen Themas angenommen. Sie entwickelten im Lebenskundeunterricht nicht nur Ideen, ob und wie die Temperatur in ihren Klassenräumen besser reguliert werden könnte, sie nahmen auch die Flure und Treppenabsätze in ihrem über 100 Jahre alten Schulhaus unter die Lupe. Temperaturrichtwerte geben für sie in der kühleren Jahreszeit maximal 15 Grad Celsius vor. In vielen Schulen, so auch an der Carl-Humann-Schule, liegen die Temperaturen aber bei 20 Grad und höher. Die Schüler wollen sich nun dafür einsetzen, dass die Heizkörper auf den Treppenabsätzen abgeschaltet werden, so Richard Häusler.

Das überraschendste Ergebnis erhielten die Schüler allerdings bei ihren Untersuchungen in den Toiletten. Vor allem in den Jungen-Toiletten stehen die Fenster ständig auf Kippstellung. Trotzdem werden permanent 21 Grad gemessen. Dass die Fenster offenstehen müssen, scheint verständlich. Die Pissoire verfügen über keine Spülung, und in den Toiletten würde es ohne Lüftung streng riechen. Was man an dieser Stelle in Sachen Energiesparen tun kann, wollen die Schüler jetzt herausfinden.

In der Grundschule am Falkplatz untersuchen Schüler derzeit ein anderes Problem: die Kohlendioxidbelastung in Unterrichtsräumen. Zu viel davon in der Raumluft macht schnell müde und senkt die Konzentrationsfähigkeit. Deshalb prüfen die kleinen Energiemanager, wie man durch "intelligentes Lüften" in den Klassenräumen für bessere Raumluft sorgen kann.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es auf http://koepfchenstattkohle.org.

Bernd Wähner / BW
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