Polizisten zeigen, wie Kinder bei Gefahr richtig reagieren

Lenka Arndt und Hartmut Jacobi im Gespräch mit Schülern der Homer-Grundschule. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. Anschaulich verdeutlichen Beamte des Polizeiabschnitts 16 Grundschülern, wie sie sich in alltäglichen und manchmal auch beängstigenden Situationen richtig verhalten.

Die Polizisten Lenka Arndt und Hartmut Jacobi unterrichten Kinder der Schuleingangsphase. In zwei Stunden wird über den sicheren Weg zur Schule gesprochen. Es geht aber auch darum, wie man sich verhält, wenn man von Fremden auf der Straße angesprochen wird. Wie leicht so etwas passieren kann, zeigen die beiden Präventionsbeamten gleich zu Beginn des Unterrichts in einer gespielten Szene. Die Polizistin spielt das Mädchen Lisa. Das wartet vor der Schule auf seinen Vater. Der will seine Tochter abholen, verspätet sich aber. Da kommt ein fremder Mann vorbei. Er spricht das Mädchen an: "Auf wen wartest du denn? Auf deinen Vater? Ich habe zu Hause auch eine Tochter. Die hat ganz tolle Spielsachen. Willst du nicht bei uns so lange warten, bis dein Vater kommt? Wir wohnen nicht weit. Komm, steig in mein Auto." Während der Mann das Mädchen am Arm greift, fragt Lenka Arndt die Klasse: "Was soll ich machen? Wie würdet ihr reagieren?" Dass die beiden Polizisten mit dieser Szene beginnen, hat seinen Grund. Immer wieder kam es in den vergangenen Jahren vor, dass Fremde in Prenzlauer Berg vor oder sogar in Schulen Kinder ansprachen. Die Kinder raten dem Mädchen Lisa, nicht mitzugehen. Sie soll ganz laut und deutlich sagen: "Lassen Sie mich in Ruhe! Ich will das nicht!" Der Mann verzieht sich daraufhin ganz schnell.

Nicht nur beim Warten vor, auch auf dem Weg zur Schule begegnen den Schülern ganz unterschiedliche Menschen. Wie sie sich in beängstigenden Situationen am besten verhalten sollten, das wollen die Polizisten den Kindern vermitteln. Eine der Schulen, an denen die Polizisten kürzlich unterwegs waren, ist die Homer-Grundschule an der Pasteurstraße. Dort erfuhren die Schüler in einer Stunde mehr über solche Themen wie Bauchgefühl, Ich-Botschaften und das Verhalten gegenüber fremden Personen. In einer zweiten Stunde ging es dann um das sichere Überqueren der Fahrbahn, das Anschnallen im Auto, das richtige Aussteigen aus dem Auto und das Tragen von Fahrradhelmen.

Eltern, die Fragen zur Kriminalitäts- und Verkehrsunfallprävention haben, können sich übrigens bei den Präventionsmitarbeitern des Abschnitts 16 unter 46 64 11 60-40 oder -41 melden.

Bernd Wähner / BW
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