Einbrüche dramatisch gestiegen: Polizei appelliert an Wachsamkeit der Bürger

Polizeioberrat Klaus-Dieter Burkowski und seine Mitarbeiter fordern die Bürger auf, die Keller in den Miethäusern besser im Auge zu behalten. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. Die Anzahl der Kellereinbrüche ist in den vergangenen drei Monaten rasant gestiegen. Nach Angaben des Polizeiabschnitts 15 hat sich ihre Zahl in Prenzlauer Berg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verfünffacht.

"Allein in den ersten drei Wochen wurden über 200 Kellereinbrüche angezeigt", sagt Polizeioberrat Klaus-Dieter Burkowski, der Leiter des Abschnitts 15. Hauptschwerpunkt ist die Schönhauser Allee. Hier wurde 136 Kellereinrüche gemeldet, es folgen mit weitem Abstand die Kopenhagener Straße (56) und die Dunckerstraße (55).

Geklaut wird, was sich verkaufen lässt, unter anderem Taucherausrüstungen, Surfbretter, technische Geräte aller Art, Spielzeug, Kinderbekleidung, Roller und Fahrräder. Die Täter bringen ihr Diebesgut zum An- und Verkauf oder verticken es im Internet. Einbruchsopfer meldeten sich schon bei der Polizei, die ihr Eigentum auf Ebay entdeckten.

Die Aufklärungsquote ist vergleichsweise niedrig. Der Polizeiabschnitt 15 hat daher eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich nur mit den Kellereinbrüchen beschäftigt. Sie geht von so genannter Beschaffungskriminalität, zum Beispiel von Drogenabhängigen, aus. Es könnte aber auch bandenmäßige Strukturen geben. Mehr Erkenntnisse erhofft sich die Polizei durch die Mitwirkung der Bevölkerung und setzt verstärkt auf Präventionsarbeit. Einen Handzettel mit wichtigen Verhaltensweisen bei Kellereinbrüchen und zu deren Vermeidung wird in den nächsten Wochen an alle Haushalte in Prenzlauer Berg verteilt. Zudem testet die Polizei, wie leicht es ist, Keller aufzubrechen. "Wir werden dann die betreffende Hausverwaltung informieren", erklärt Polizeioberrat Klaus-Dieter Burkowski.

Nur wenn Hausbewohner aufmerksam sind und der Keller richtig gesichert ist, lassen sich Kellereinbrüche vermeiden. Hinzu kommt: Wenn Einbruchsopfer konkrete Hinweise zur Tatzeit und zu den gestohlenen Sachen geben können, bringen die Ermittlungen der Polizei auch Erfolge.

Die Polizei rät deshalb, dass Mieter stets darauf achten, ob fremde Personen im Haus gesichtet werden. Die sollten angesprochen und gefragt werden, zu wem sie denn wollten. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass Haus- und Kellertüren nicht offenstehen. Fahrräder sollten im Keller zusätzlich mit einem Schloss gesichert werden.

Hinweise zu Kellereinbrüchen nimmt die Polizei unter 46 64 11 57 01 (Abschnitt 15) und unter 46 64 11 67 01 (Abschnitt 16) entgegen.

Bernd Wähner / BW
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