Eingangstür eines Dienstgebäudes an der Fröbelstraße in Brand gesetzt

Prenzlauer Berg. Auf ein Dienstgebäude des Bezirksamtes auf dem Gelände in der Fröbelstraße 17 wurde ein Brandanschlag verübt. In dem Gebäude haben unter anderem das Ordnungsamt und das Bürgeramt Prenzlauer Berg ihren Dienstsitz. Unbekannte hatten offenbar mit einem Brandbeschleuniger in der Nacht des 18. Juni die Haupteingangstür zum Gebäude entzündet.

Ein Gebäudereiniger entdeckte das Feuer. Er informierte den Wachschutz und die Feuerwehr. Außerdem begann er, den Brand zu löschen. Damit verhinderte er das Ausbreiten des Feuers. Der Brand konnte rasch gelöscht werden. Die Flammen beschädigten aber die Eingangstür stark. Im Flur des Hauses breitete sich außerdem starker Rauch aus. Wenig später bekannte sich eine linksradikale Gruppe im Internet zu diesem gezielten Anschlag auf das Ordnungsamt. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt nun.

Der für das Ordnungsamt zuständige Stadtrat Dr. Torsten Kühne: "Den Brandanschlag auf den Sitz des Bezirksamtes in der Fröbelstraße verurteile ich scharf. Das im Zusammenhang mit dem Anschlag aufgetauchte Bekennerschreiben ist Ausdruck eines extremistischen und undemokratischen Gedankenguts. Es verunglimpft die wichtige Arbeit der Ordnungsbehörden." Gerade die Ordnungsämter förderten mit ihrer Arbeit das friedliche Miteinander und trügen dazu bei, die Lebensqualität für alle zu verbessern, so Kühne weiter. "Die Arbeit der Ordnungsämter dient der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sauberkeit und Ordnung im Sinne und zum Wohle der Gemeinschaft aller Bürger in der Stadt." In diesem Zusammenhang dankt Kühne seinen Mitarbeitern, "die mit ihrer täglichen Arbeit einen wertvollen Beitrag zum respektvollen Umgang im Bezirk leisten."

Der Pankower Bundestagsabgeordnete Stefan Liebich (Die Linke) erklärt zum Brandanschlag: "Ich verurteile den nächtlichen Brandanschlag nachdrücklich. In der politischen Auseinandersetzung hat Gewalt nichts zu suchen. Diese Tat zerstörte nicht nur öffentliches Eigentum, sondern gefährdet auch Menschen, die nachts dort arbeiten. Wer sich zu so etwas bekennt, ist einfach nur kriminell und schadet der dringend notwendigen Debatte über Gentrifizierung in unserem Bezirk."


Bernd Wähner / BW
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