LKA-Spezialisten entschärften Fliegerbombe an der Gotlandstraße

Die Spezialisten vom LKA konnten die Bombe entschärfen. (Foto: Polizei Berlin)

Prenzlauer Berg. Für große Aufregung sorgte am 26. und 27. August ein Bombenfund in der Gotlandstraße.

Auf der Baustelle des künftigen Wohnquartiers Gotland wurde gegen 13 Uhr von Bauarbeitern eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Aus Sicherheitsgründen evakuierte die Polizei danach Tausende Bewohner in einem Radius von etwa 1000 Metern. Dazu gehörten auch die Bewohner des nahe gelegenen Pflegeheims der Seniorenstiftung Prenzlauer Berg und Botschaftsgebäude aus dem Bereich Esplanade.

Die Polizei hatte mit der Evakuierung eine Mammutaufgabe zu bewältigen. Zwischen Bornholmer Straße und Andreas-Hofer-Platz gibt es eine hohe Einwohnerdichte. Außerdem befinden sich dort zahlreiche Kleingärten. So dauerte es bis weit nach Mitternacht, ehe die Evakuierung abgeschlossen war. Für alle, die nicht bei Verwandten oder Bekannten unterkommen konnten, wurden zwei Notunterkünfte eingerichtet: im BVV-Saal an der Fröbelstraße und in der Gürtelstraße 33. Weiterhin waren die Straßenbahnlinien M1, M13 und 50 sowie die U-Bahnlinie 2 zeitweise unterbrochen. Über den aktuellen Stand der Dinge informierte die Polizei regelmäßig über Twitter.

Kurz vor 2 Uhr entschärften Spezialisten vom Landeskriminalamt (LKA) die Bombe. Danach konnten alle Bewohner wieder in ihre Häuser zurückkehren. Nach Angaben der Polizei handelte es sich um eine russische 100-Kilo-Fliegerbombe. Auf der Baufläche an der Gotlandstraße plant ein Investor, mehrere Häuser mit 134 Wohnungen und einem Supermarkt zu bauen. Die neue Wohnanlage soll Ende 2017, Anfang 2018 fertig sein. BW
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