Polizisten klären über den Schutz vor Fahrraddieben auf

Am Forum Landsberger Allee gravierte Polizist Jörg Topf einen Code in den Fahrradrahmen von Eberhard Wüstner. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. Eine Aktion rund um den Schutz vor Fahrraddiebstählen veranstaltet der Polizeiabschnitt 16 vor wenigen Tagen am Forum Landsberger Allee.

Was Fahrraddiebstähle angeht, nimmt Prenzlauer Berg in Berlin eine Spitzenposition ein. In kaum einem anderen Ortsteil gibt es so viele Fahrräder wie hier. In den meisten Innenhöfen stehen Dutzende Räder. Leider sind sie häufig nicht angeschlossen. Vom Hof wird sie schon keiner stehlen. Dass das ein Trugschluss ist, erfahren die Polizisten vom Abschnitt 16 jeden Tag. Immer wieder haben sie Anzeigen zu bearbeiten. "Allein seit Anfang dieses Jahres wurden in unserem Abschnitt 140 Räder als gestohlen angezeigt", sagt Lenka Arndt, Präventionsbeauftragte des Abschnitts 16. Die Dunkelziffer ist aber noch viel höher. Gemeldet werden die Diebstähle häufig leider nur, wenn die Räder versichert sind.

Kürzlich veranstaltete der Polizeiabschnitt 16 einen Verbundeinsatz in Zusammenarbeit mit weiteren Dienststellen der Polizeidirektion 1 zum Thema "Fahrraddiebstahl". Dieser Einsatz hatte mehrere Facetten. Zum einen konnten Radfahrer sich Codes in die Rahmen ihrer Räder gravieren lassen. "Solch eine Kennung schreckt Diebe ab", erklärt Lenka Arndt. Kontrolliert die Polizei einen Radfahrer, der solch einen Code im Rahmen seines Rades hat, kann sie leicht feststellen, ob er auch wirklich der Eigentümer ist. Beim Einsatz rund um das Forum Landsberger Allee brachten solche Codierungen Erfolge. Polizisten kontrollierten nämlich alle Fahrräder, die dort standen. Dabei entdeckten sie gleich drei als gestohlen gemeldete.

Der beste Schutz vor einem Raddiebstahl ist natürlich das richtige Schloss. Leider müssen die Polizisten immer wieder feststellen, dass sich mancher ein Rad für 1000 Euro kauft und für sein Schloss nur zehn Euro ausgibt. Wer sich ein teures Rad kauft, sollte dann auch in die Sicherheit investieren. Um einem Diebstahl vorzubeugen sollte man ein massives Bügel- oder Panzerkabelschloss verwenden. Lediglich Vorder- und Hinterrad zu blockieren, reicht zur Sicherung nicht aus. Das Fahrrad sollte an einem festen Gegenstand angeschlossen sein.

Wird das Fahrrad gestohlen, braucht die Polizei die Mithilfe der Radbesitzer. Dazu gehört, dass man den Beamten die Rahmennummer nennen kann. Hilfreich ist auch ein Fahrradpass, auf dem Details zum Fahrrad vermerkt sind und ein Foto aufgeklebt ist. Wichtig ist, dass ein Fahrraddiebstahl auf jeden Fall angezeigt wird. Nur so kann die Polizei ein Bild von der tatsächlichen Lage erhalten und noch gezielter gegen Diebe vorgehen.

Weitere Infos gibt es bei der Präventionsbeauftragten des Polizeiabschnitts 16, Lenke Arndt, unter 46 64 11 60 40.

Bernd Wähner / BW
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