Am Syringenplatz begann der Rebschnitt für eine gute Ernte

Frank Pietsch beim Rebschnitt. Er hofft, dass 2015 wieder ein gutes Weinjahr wird. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. Am Wochenende ist Frühlingsanfang. Aber für die Weinanbau-Freunde des Ortsteils hat das Gartenjahr bereits begonnen.

Vor wenigen Tagen führten sie den diesjährigen Rebschnitt im Weingarten am Prenzlauer Berg durch. Auf einer Fläche des Amtes für Umwelt und Natur am Syringenplatz pflanzte das damalige Bezirksamt Prenzlauer Berg zunächst 400 Rebstöcke, die ihm geschenkt wurden. Um die Pflege der Rebstöcke kümmert sich seit der Jahrtausendwende der seinerzeit gegründete Förderverein "Weingarten Berlin".

Der Verein hat inzwischen 200 weitere Rebstöcke alter Sorten in einem Weinschaugarten neu gepflanzt. Damit der Wein in diesem Jahr gut gedeiht, war nun der Rebschnitt vorzunehmen. "Der Rebschnitt ist die wichtigste Winterarbeit des Winzers", berichtet Frank Pietsch, der Vorsitzende des Fördervereins. "Es werden zirka 90 Prozent der einjährigen Triebe entfernt. Damit soll der Ertrag für die nächste Ernte erhöht werden."

Im Herbst vergangenen Jahres konnten die Mitglieder des Förderervereins, unterstützt von vielen ehrenamtlichen Helfern, über 700 Kilogramm an Weintrauben ernten. Dass so viele Trauben an den Rebstöcken wuchsen, war zum einen der Witterung, zum anderen dem Fleiß der Hobbywinzer zu verdanken. Über die Monate hatten sie sich bei Arbeitseinsätzen immer wieder um die Weinstöcke gekümmert.

Das wird auch in diesem Jahr nicht anderes sein. Doch nicht nur um die Rebstöcke kümmern sich die Vereinsmitglieder. Sie sorgen auch dafür, dass Prenzlauer Berg und Berlin als Ort des Weinanbaus noch bekannter wird.

"Wir werden wieder Weinführungen am Wasserturm anbieten", erklärt Frank Pietsch. Die Teilnehmer können dabei unter anderem das frühere Weinanbaugebiet entlang der Barnimer Hangkante kennenlernen. Weiterhin wird es im Weingarten wieder eine Veranstaltung zum Langen Tag der Stadtnatur geben. Geplant ist außerdem, am 30. August ein Konzert zu veranstalten. Das wird, wenn alles klappt, im Zusammenhang mit der Namensgebung für die Straße "Am Weinberg" stattfinden.

Denn: Das Bezirksamt möchte dem bisher offiziell noch unbenannten öffentlichen Straßenabschnitt von der Kleingartenanlage "Neu Berlin" bis zur Sigridstraße einen Namen geben. Per Beschluss entschied es sich für den Namen "Am Weinberg". So wird der Wein-Schaugarten künftig eine eindeutige Adresse erhalten.

Wer Interesse an Berliner Weingeschichte hat oder Hobbywinzer werden möchte, kann sich bei Frank Pietsch unter 0176/49 01 06 25 melden, www.berliner-riesling.de.

Bernd Wähner / BW
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